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12.09.2011

10:10 Uhr

Streit der Autobauer

Suzuki will Partnerschaft mit VW kündigen

Suzuki hat genug von Volkswagen. Nach einem deftigen Streit über Motorenlieferungen wollen die Japaner die Kooperation kündigen. Doch ob die Wolfsburger ihren Anteil an Suzuki hergeben, steht auf einem anderen Blatt.

Ein Suzuki-Arbeiter inspiziert ein Fahrzeug. Reuters

Ein Suzuki-Arbeiter inspiziert ein Fahrzeug.

FrankfurtDer japanische Autobauer Suzuki will Volkswagen die Auflösung der Partnerschaft anbieten. Dies sei das Ergebnis einer außerordentlichen Sitzung des Suzuki-Verwaltungsrats, teilte Suzuki am Montag mit.

Volkswagen hatte dem japanischen Autohersteller am Sonntag vorgeworfen, den Kooperationsvertrag verletzt zu haben. Suzuki habe unzulässigerweise Dieselmotoren von einem anderen Hersteller bezogen. Der deutsche Konzern setzte seinem Partner „eine mehrwöchige Frist“, „diesen Sachverhalt zu korrigieren“.

Suzuki hatte den Vorwurf zurückgewiesen. Suzuki hat sich nach eigenen Angaben in der Partnerschaft mit VW korrekt verhalten. „Wir können versichern, dass wir keinen Vertragsbruch begangen haben“, sagte Suzuki-Sprecher Hideki Taguchi.

Die Deutschen halten seit Dezember 2009 knapp 20 Prozent an den Japanern. Suzuki hat im Zuge der wechselseitigen Beteiligung auch VW-Aktien erworben. VW erhofft sich von der Partnerschaft eine Stärkung seiner Präsenz auf dem Zukunftsmarkt Indien, wo Suzuki stark vertreten ist.

Im Streit um die Dieselmotoren äußerte sich auch der Wolfsburger Autobauer am Montag. „Wir halten an dem Anteil an Suzuki fest und sind weiterhin an der Kooperation interessiert“, erklärte ein Sprecher.

Noch im Juli hatten die Wolfsburger verkündet, die Allianz mit dem japanischen Kleinwagen- und Motorradspezialisten stehe auf dem Prüfstand. Die Bewertung der Partnerschaft sei noch nicht endgültig abgeschlossen, hieß es in der Mitteilung vom Sonntag. Suzuki hatte die VW-Kooperation zuletzt infrage gestellt und sich über zu große Einflussnahme der Deutschen beschwert. Davor hatte Europas größter Autobauer wiederholt kritisiert, die 2009 eingegangene Partnerschaft entwickele sich nicht wie erhofft.

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