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24.05.2013

07:48 Uhr

Streit um Klimaschutz

IG-Metall-Chef Huber macht sich für Autoindustrie stark

ExklusivDie Diskussion um neue Grenzwerte für den Kohlendioxid-Ausstoß versetzt die Autobranche in Aufruhr. Die deutschen Hersteller erhalten nun Rückendeckung von der IG Metall. Ihr Chef fordert eine Verschiebung neuer Regeln.

Im Streit um Klimaschutzregeln erhält die Autobranche Rückendeckung. dpa

Im Streit um Klimaschutzregeln erhält die Autobranche Rückendeckung.

HamburgDer Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber, stellt sich in der Debatte um strengere Abgasziele auf die Seite der deutschen Autohersteller. In einem Brief an die Abgeordneten des Europaparlaments, der dem Handelsblatt vorliegt, fordert der Gewerkschaftschef vor den abschließenden Beratungen eine Verschiebung der geplanten Grenzwerte für den Klimakiller Kohlendioxid.

„Aus Sicht der IG Metall ist es aktuell nicht sinnvoll, CO2-Ziele für die Zeit nach 2020 zu diskutieren“, schreibt Huber. Eine Definition von Zielen unterhalb der für 2020 vorgesehen 95 Gramm CO2 pro Kilometer sollte aus seiner Sicht erst erfolgen, wenn die Rahmenbedingungen für die Realisierung klarer erkennbar seien. Dazu zählt er die technische Entwicklung und Marktdurchdringung von Elektromobilität. „Aus heutiger Sicht dürfte dies nicht vor 2017 der Fall sein“, schreibt Huber den Parlamentariern.

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Die deutschen Autohersteller verkaufen größere Fahrzeuge als die Konkurrenz in Europa. Schärfere Klimaschutzregeln würden sie daher mehr treffen. Der mächtige Branchenverband VDA hat nun an Kanzlerin Merkel geschrieben.

Damit springt der Gewerkschafter, der in den Aufsichtsräten von Opel und Volkswagen sitzt, der Industrie in der Auseinandersetzung mit der EU-Kommission bei. An diesem Dienstag war bekannt geworden, dass Matthias Wissmann, Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) um Hilfe bittet. Auch BMW-Chef Norbert Reithofer hatte jüngst ungewöhnlich scharf gegen die Brüsseler Auflagen gewettert.

Der Unmut entzündet sich an einem Plan der Kommission, den der federführende Umweltausschuss des Europaparlaments verschärft hat. Die Abgeordneten müssen sich nun mit der Runde der nationalen Umweltminister auf das finale Regelwerk einigen. Ohne Modifikationen befürchtet Huber Nachteile für die auf große und leistungsstarke Autos spezialisierten deutschen Hersteller. Sie verkaufen im Schnitt größere und damit schwerere Autos als die Konkurrenz. Je schwerer ein Modell ist, desto größer ist der Aufwand zur CO2-Reduktion.

Von

mcs

Kommentare (3)

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MichaelM

24.05.2013, 08:31 Uhr

Auto, Auto, Auto...Eine der größten deutschen Lobbys, aber täglich liest man über sie. Jedoch nicht ein Wort über Emissionshandel, nichts darüber was in der Schifffahrt passiert, bzw. machbar ist zu Gute des Umweltschutzes. Nichts über die Sinnfreiheit der Umweltzonen (hier wäre der Aufklärungsauftrag der Medien gefragt.), nichts über die Tatsache, dass die beim Fracking benutzten Mittel unbekannte Zusammenstellungen haben. Die auch nicht preisgegeben werden müssen, da es ein Betriebsgeheimnis ist (sie Interview mit Eon Vertreter. Nicht zu vergessen die extreme Zunahme von Erdbeben in den USA durch Fracking.). Rodung, Agrarförderung die Brach-Felder nahezu fordert, auf jeden Fall aber Fördert, Wegwerf-Wahnsinn, Überproduktion, die Norm-Kauf-Gesellschaft, die ein Obst nicht kauft, nur weil es nicht den richtigen Knickwinkel hat....manchmal wird mir schlecht, darüber nachzudenken.

Eigentlich müsste es Blättern wie dem Handelsblatt peinlich sein, überhaupt noch etwas abzudrucken. Ich suche vergeblich auch auf den anderen Hauptmedienseiten, kann aber zu keinem einzigen Thema etwas finden.

Marie-Anne

24.05.2013, 08:58 Uhr

Marie-Anne

Es geht!
Höherer Wirkungsgrad und bessere Verbrennung.
CO < 0,2- Volumenprozent
CO² < +/- 6- Volumenprozent
Treibstoffverbrauch minus 40%.
Und der Verbrauch ist das das eigentliche Problem.
Mineralölindustrie und Treibstoffsteuer.
Der Staat verhindert alles was seine Einnahmen schmälert.

Marie-Anne

24.05.2013, 14:56 Uhr

Marie-Anne

Es ist einfach nicht zu verstehen, es gibt Lösungen für die Reduzierung von CO², aber diese Tatsache wird für die Öffentlichkeit ganz gezielt verhindert, weil das CO² im Motor durch eine schlechte Gemischaufbereitung erzeugt wird.
Durch diese minderwertige Gemischzusammensetzung bei der Verbrennung sinkt der Wirkungsgrad und die Abgase sind entsprechend schlecht.
Offensichtlich ist es finanziell wirkungsvoller Treibstoff zu verheizen auch auf Kosten der Umwelt, als ressourcenschonende Motore herzustellen und das Ganze noch mit einer CO² Steuer zu bestrafen.
Frei nach dem Motto – wenn du kein Schutzgeld bezahlst brennen wir dir die Hütte ab.
Der Verbrauch reduziert sich um mehr als 40% und das Ganze auch noch ohne Katalysator.
Frei nach dem Motto – wenn du kein Schutzgeld bezahlst brennen wir dir die Hütte ab.

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