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06.12.2011

18:25 Uhr

Streit um Konditionen

Phoenix will Novartis zur Belieferung zwingen

Das Landgericht Mannheim hat einem Antrag stattgegeben, mit dem Pharmahändler Phoenix den Lieferstopp der Schweizer Novartis beenden will. Seit November hat Phoenix keine Medikamente mehr bekommen.

Passanten gehen am Logo des Schweizer Arzneimittel-Herstellers vorbei. Reuters

Passanten gehen am Logo des Schweizer Arzneimittel-Herstellers vorbei.

FrankfurtDer Streit zwischen Deutschlands führendem Pharmahändler Phoenix und dem Schweizer Pharmariesen Novartis spitzt sich zu. Phoenix habe inzwischen eine einstweilige Verfügung gegen den Lieferstopp des Baseler Konzerns erwirkt, teilte der Pharmahändler am Dienstag mit. „Das Ziel ist die schnellstmögliche Wiederaufnahme der Belieferung durchzusetzen“, erklärte Phoenix.

Das Mannheimer Unternehmen erhält seit Mitte November keine Medikamente mehr von Novartis. Das Landgericht Mannheim gab laut Phoenix am vergangenen Freitag der einstweiligen Verfügung statt. Phoenix begründete den Antrag nicht nur mit vertraglichen Vereinbarungen sondern auch mit dem rechtlichen Belieferungsanspruch der Großhändler zur Sicherung der Arzneimittelversorgung.

Hintergrund des Streits ist nach früheren Angaben aus Branchenkreisen, dass Novartis versucht, lange geltende Skonto-Vereinbarungen deutlich zu drücken. Dabei handelt es sich um branchenübliche Preisnachlässe, die bei schneller Zahlung gewährt werden. Der Pharmagroßhandel befürchtet für sich herbe Einbußen infolge der neuen Konditionen von Novartis.

Neben Phoenix wurde zuletzt auch der bayerische Rivale Sanacorp sowie der Stuttgarter Pharmahändler Celesio von dem Schweizer Konzern geschnitten. Der Konflikt war im Oktober zuerst bei Celesio ausgebrochen. Die Stuttgarter hatten mitgeteilt, dass die Tochterfirma Gehe seit Mitte Oktober nicht mehr von Novartis beliefert werde.

Von

rtr

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