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27.09.2012

15:53 Uhr

Streit um Subventionen

Airbus unterstützt EU-Forderung

Der europäische Flugzeugbauer Airbus freut sich über die Strafforderung der EU gegen seinen amerikanischen Konkurrenten Boeing. Die EU fordert eine Millionen-Strafe, da der Konzern unerlaubte Subventionen erhalten hatte.

Airbus begrüßt die von der EU geforderten Sanktionsmaßnahmen gegen seinen Konkurrenten Boeing. Reuters

Airbus begrüßt die von der EU geforderten Sanktionsmaßnahmen gegen seinen Konkurrenten Boeing.

ParisDer europäische Flugzeugbauer Airbus hat die von der EU geforderte Milliarden-Strafe gegen den US-Konkurrenten Boeing begrüßt. „Airbus ist der EU-Kommission dankbar, dass sie Folgemaßnahmen ergreift“, ließ das Unternehmen am Donnerstag mitteilen. Die Forderung sei richtig, weil Boeing eine von der Welthandelsorganisation WTO beanstandete Subventionspraxis trotz eines abschließenden Urteils im März 2012 nicht beendet habe.

Nach Angaben von Airbus ist die Strafe in Höhe von jährlich zwölf Milliarden Dollar (9,2 Milliarden Euro) die höchste WTO-Sanktion, die je verlangt wurde. Sie folge dem schwersten Verlust, den eine Partei in der Geschichte der WTO erlebt habe, kommentierte das Unternehmen. Die EADS-Tochter Airbus sieht sich durch erhebliche staatliche und kommunale Subventionen für die aktuellen Zivilflugzeugprogramme von Boeing benachteiligt. Sie geht wie die WTO davon aus, dass der US-Konzern beispielsweise nicht in der Lage gewesen, ohne Subventionen das Langstreckenflugzeug B787 einzuführen.

Airbus betonte gleichzeitig, den seit 2004 andauernden Handelskonflikt nicht vorangetrieben zu haben. „Wir bedauern, dass Boeing einen Rechtsstreit fortsetzt, der längst im Einvernehmen hätte gelöst werden sollen“, teilte das Unternehmen am Donnerstag. „Wir haben immer wieder Angebote gemacht, sind aber bereit, den Streit bis zum Ende zu führen, wenn die andere Seite dies so will.“

Von

dpa

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