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27.07.2012

14:44 Uhr

Streit um TNK-BP

BP soll Milliarden-Strafe zahlen

Als BP im Gemeinschaftsunternehmen TNK-BP die Zügel in die Hand nehmen wollte, reichte es einem der beteiligten Milliardäre. Er klagte vor einem sibirischen Gericht und bekam Recht. Für BP könnte es jetzt teuer werden.

Auf BP könnte eine satte Strafzahlung zukommen. Reuters

Auf BP könnte eine satte Strafzahlung zukommen.

MoskauDer britische Ölriese BP soll im Streit um seine russische Gemeinschaftsfirma TNK-BP eine Strafe von umgerechnet 2,5 Milliarden Euro wegen Vertragsverletzung zahlen. Das entschied am Freitag ein Gericht in Sibirien, wie der Anwalt des Klägers mitteilte.

BP hatte im vergangenen Jahr mit Russlands größtem Ölkonzern Rosneft eine Zusammenarbeit bei Ölbohrungen in der Arktis vereinbart - dagegen klagte der am Gemeinschaftsunternehmen TNK-BP beteiligte Minderheitsaktionär Andrej Prochonow. Er fühlte sich in seinen Rechten verletzt und bekam Recht. Nun soll er von BP 100,3 Milliarden Rubel (2,5 Milliarden Euro) erhalten. Die Briten kündigten Berufung an.

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BP hatte das Gemeinschaftsunternehmen TNK-BP 2003 zusammen mit dem Konsortium Alfa Access-Renova (AAR) gegründet, dem vier russische Milliardäre angehören und die zusammen 50 Prozent an dem Joint-Venture halten. Die 2011 vereinbarte Zusammenarbeit mit Rosneft war nur einer von vielen Streitpunkten. Die Allianz in der Arktis kam schließlich nicht zustande - und BP kündigte vor wenigen Wochen an, es wolle sich von seinem Anteil an TNK-BP trennen. Interessiert ist Rosneft.

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