Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

03.10.2011

14:43 Uhr

Streit um Verträge

Fiat verlässt italienischen Industrieverband

Der italienische Autobauer Fiat verlässt nach einem Streit über Arbeitsverträge den führenden Industrieverband des Landes, Confindustria. Fiat-Chef Marchionne fand in einem Brief an den Interesseverband deutliche Worte.

Hält das Zepter beim Turiner Autobauer: Fiat-Chef Sergio Marchionne. dpa

Hält das Zepter beim Turiner Autobauer: Fiat-Chef Sergio Marchionne.

Mailand Fiat baue eine große internationale Gesellschaft auf und könne es sich nicht leisten, in Italien in einem Umfeld der Unsicherheit zu arbeiten, das so unvereinbar mit den Bedingungen in anderen Industrieländern sei, schrieb Fiat-Chef Sergio Marchionne in einem am Montag veröffentlichten Brief an den Interessenverband. Marchionne drohte auch mit der Verlagerung von Produktionsstandorten ins Ausland. Zugleich kündigte Fiat am Montag jedoch an, sowohl einen Geländewagen als auch den neuen Motor für den Alfa Romeo in Italien bauen zu wollen. Der Austritt von Fiat und Fiat Industrial erfolge zum 1. Januar nächsten Jahres, heißt es in dem Brief weiter.

Bei dem Streit zwischen Fiat und Confindustria geht es vor allem darum, inwieweit einzelne Unternehmen von Flächentarifverträgen abweichen und Haustarife vereinbaren können. Mitglieder der Wirtschaftsverbände sind in der Regel an die Flächentarifverträge gebunden. Marchionne, der auch Chrysler vorsteht, hat geplante Investitionen in Höhe von 20 Milliarden Euro in Italien davon abhängig gemacht, dass die Gewerkschaften in drei italienischen Fabriken eingeführte neue Vereinbarungen voll unterstützen.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×