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31.03.2014

19:17 Uhr

Stromproduzent

Steag steigert den Gewinn

ExklusivGeldsegen für die Eigentümer: Da der Stromproduzent Steag den Gewinn um rund 7,5 Prozent steigern konnte, schüttet er vier Millionen Euro mehr als geplant an ein Stadtwerke-Konsortium und Evonik aus.

Ein Steinkohlekraftwerk der Steag im niederrheinischen Voerde: Entgegen dem Markttrend konnte der Stromproduzent zulegen. dpa

Ein Steinkohlekraftwerk der Steag im niederrheinischen Voerde: Entgegen dem Markttrend konnte der Stromproduzent zulegen.

DüsseldorfDer Stromproduzent Steag hat gegen den Trend in der kriselnden Energiewirtschaft Gewinn und Umsatz im vergangenen Jahr gesteigert. Das in Essen ansässige Unternehmen verbesserte das Ergebnis nach Steuern 2013 um 7,5 Prozent auf knapp 200 Millionen Euro, wie das Handelsblatt aus Kreisen des Aufsichtsrates erfuhr.

Die Eigentümer – 51 Prozent hält ein Stadtwerke-Konsortium, 49 Prozent Evonik – bekommen 96 Millionen Euro ausgeschüttet, vier Millionen Euro mehr als geplant. Der Umsatz des Unternehmens, das unter anderem neun große Steinkohlekraftwerke betreibt, stieg um sechs Prozent auf 2,9 Milliarden Euro.

Die Rahmenbedingungen für die Betreiber von Großkraftwerken sind derzeit denkbar schlecht. Weil der Markt mit Solar- und Windstrom geflutet ist, sinken die Preise im Stromgroßhandel. RWE verbuchte erstmals seit dem zweiten Weltkrieg einen Verlust – und auch Eon büßte deutlich an Gewinn ein. Auch Steag spürt das.

Wieviel Erneuerbare die Energieversorger haben

RWE

Laut einer Studie, die die Umweltschutzorganisation Greenpeace Ende Februar 2014 veröffentlichte, hat von RWE in Europa produzierter Strom einen Anteil von Wasserkraft von 2 Prozent und einen Anteil von anderen Erneuerbaren Energien von weiteren zwei Prozent. Die Zahl bezieht sich auf die tatsächlich erzeugte Strommenge, nicht auf die Kapazitäten.

Eon

Der Düsseldorfer Energiekonzern Eon produziert insgesamt drei Prozent seines in Europa hergestellten Stroms aus Erneuerbaren Energien inklusive Windkraft und steht damit im Vergleich schlechter da als Konkurrent RWE.

Vattenfall

Der schwedische Konkurrent Vattenfall produzierte insgesamt vier Prozent seines Stroms in Europa mithilfe regenerativer Energiequellen.

EnBW

EnBW steht im Vergleich der großen vier Energieversorger in Deutschland am schlechtesten da. Das Unternehmen gewinnt nur insgesamt zwei Prozent seines Stroms europaweit aus erneuerbaren Quellen.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sank auch, aber vergleichsweise moderat um fünf Prozent auf 366 Millionen Euro. Das Unternehmen profitiert davon, dass Steinkohlekraftwerke noch vergleichsweise rentabel arbeiten, zudem sind die Kraftwerke überdurchschnittlich ausgelastet.

Die Investitionen steigerte Steag um knapp 40 Prozent auf 364 Millionen Euro. 135 Millionen Euro flossen dabei in das Geschäft mit den erneuerbaren Energien.

Von

juf

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