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29.08.2013

15:57 Uhr

Studie

Autoabsatz in Europa wird Rekorde nicht mehr erreichen

Die goldenen Zeiten sind für Autobauer in Europa vorbei und werden auch nicht mehr wiederkommen, heißt es in einer Studie. Zentraler Produktions- und Verkaufsort wird künftig China sein, dort schlummert großes Potenzial.

Ein Ford-Werk in China: Der Absatzmarkt wird bis 2019 der Studie zufolge um 60 Prozent wachsen. Reuters

Ein Ford-Werk in China: Der Absatzmarkt wird bis 2019 der Studie zufolge um 60 Prozent wachsen.

FrankfurtChina wird Experten zufolge auf absehbare Zeit der Schlüsselmarkt für die globale Automobilindustrie bleiben. Im Jahr 2019 dürften in China rund 27,7 Millionen Pkw und leichte Nutzfahrzeuge verkauft werden – fast doppelt so viele wie 2012 und beinahe so viele wie in Westeuropa und den USA zusammen, ergab eine am Donnerstag veröffentlichte PwC-Studie. Zwar sei im krisengeschüttelten europäischen Automarkt die Talsohle erreicht und eine Erholung in Sicht.

Signifikantes Wachstum sei aber hier nicht mehr zu erwarten, erläuterte PwC-Partner Felix Kuhnert: „Die Automobilmärkte der westlichen Industriestaaten sind weitgehend gesättigt.“ Er sehe derzeit keine Anzeichen dafür, dass der Rekord von 18 Millionen in Europa verkauften Pkw und leichten Nutzfahrzeugen aus dem Jahr 2007 je wieder erreicht werde.

Im Gegensatz zu China, wo sich immer mehr Menschen zum ersten Mal ein Auto leisten könnten, werde die Autonachfrage in Europa nur noch vom Ersatzbedarf getrieben. Der sei inzwischen aber groß. „Vor allem in Europa haben Autobesitzer eine fällige Neuanschaffung aufgrund der Wirtschaftskrise hinausgezögert“, erläuterte Kuhnert.

Insofern erwarten die PwC-Experten, dass der europäische Automarkt den Tiefpunkt in diesem Jahr mit einem nochmaligen Minus von rund vier Prozent auf 13,5 Millionen Fahrzeuge erreicht. Für die folgenden Jahre sehen sie wieder Wachstum, zum Teil von sechs Prozent pro Jahr, bis auf 16,8 Millionen verkaufte Pkw und leichte Nutzfahrzeuge im Jahr 2019. Für den einzelnen Autobauer sei eine Absatzsteigerung in Europa aber nur noch auf Kosten der Wettbewerber möglich. „Europa braucht nicht viel mehr Autos. Ganz im Gegensatz zu den aufstrebenden Schwellenländern Asiens, Südamerikas und Osteuropas“, hieß es in der Studie.

Kommentare (1)

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Nachwuchs

29.08.2013, 19:08 Uhr

Wenn jeder 10. Deutscher einen Wagen hat und die Deutschen anbgeblich Qualität liefern, kann man nur noch von Ersatzbeschaffung reden. Ausgelierft wiord dann weltweit. Nur warum müssen die Manager dann die Arbeitsplätze in Deutschland vernichten und sich dann dafür noch Boni nehmen? Jeder Manager muss nach meinung Meinung daher für jeden vernichteten Arbeitsplatz den Unterhalt für 1000 Leute persönlich bezahlen. Er hat ja die Ausbildung dafür und bisher sein Einkommen dafür aufgebracht! Menschenverachtung muss weltweit bestraft werden! Ausländer exportieren nach Deutschland und vernichten nicht ihr Heimatland dafür.

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