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14.08.2011

14:06 Uhr

Studie

Autobranche droht 2012 Stagnation

VonCarsten Herz

ExklusivDie Autoindustrie muss sich nach Sonderschichten und Rekordzahlen wieder auf härtere Zeiten einstellen. Eine Studie des CAR-Centers Automotive Research der Universität Duisburg-Essen, die dem Handelsblatt vorab vorliegt, revidiert die Prognose für den Welt-Pkw-Markt für das kommende Jahr angesichts der wachsenden Konjunkturrisiken nun erstmals deutlich nach unten.

Ford-Neuwagen stehen im Hafen Scheldeport in Vlissingen. Quelle: dpa

Ford-Neuwagen stehen im Hafen Scheldeport in Vlissingen.

DüsseldorfAufgrund der Instabilität der Finanzmärkte und der zu erwartenden Rückgänge im Wirtschaftswachstum in wichtigen Märkten „muss im Jahr 2012 mit einer deutlichen Abkühlung der weltweiten Automobilkonjunktur gerechnet werden“, sagt das Institut voraus. Der Welt-Pkw-Markt würde nach Jahren des Wachstums nächstes Jahr nur noch bei etwa 60 Millionen stagnieren, heißt es in der Studie. Vor fünf Monaten hatte das CAR Center noch ein deutliches Plus von mehr als fünf Millionen Pkw prognostiziert.

Zwar sehen die Experten die Autoindustrie mittel- und langfristig weiter auf einem Wachstumspfad, doch für das kommende Jahr droht den Herstellern damit eine Atempause. Gleich ein ganzer Haufen von Sonderfaktoren trübt nach Meinung der Fachleute vom CAR Center im kommenden Jahr die Feierlaune der Hersteller: Die Märkte seien angesichts der Naturkatastrophe in Japan, der Unruhen in Nordafrika, die Schuldenkrise in Griechenland, der Rezessionsangst in den USA und den deutlichen Schwankungen an der Börse mit einem „Risikoklumpen“ konfrontiert, der 2012 in der erfolgsverwöhnten Autoindustrie seine Spuren hinterlassen werde.

Zwar werde sich im Jahr 2011 noch ein neuer absoluter Verkaufsrekord im Weltautomobilmarkt einstellen, sagt Ferdinand Dudenhöffer vom CAR Center voraus. Der größere Teil der Zuwächse sei allerdings bereits im ersten Halbjahr erwirtschaftet worden. Erst nach 2012 werde der Weltautomobilmarkt wieder auf einen neuen, niedrigeren Wachstumspfad einschwenken, erwartet das Institut.

Kommentare (1)

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aspi

14.08.2011, 18:41 Uhr

Das letzte mal, als sich Herr Dudenhöffer mit einer pessimistischen Prognose hervortat, war das Ende 2009, als er für das Jahr 2010 eine totale Absatzkatastrophe veraussagte. O-Ton: "Der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer rechnet wegen dem Auslaufen der Abwrackprämie in Deutschland mit einem Krisenjahr 2010 für die Automobilhersteller und Händler. «Das Jahr 2010 wird grausam», erklärt der Leiter des Center Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen... Der Branche drohten deshalb massive Absatzeinbrüche...."

Irgendwie kam alles ziiiemlich anderst, oder? Und diesmal sollen wir ihm glauben??

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