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01.11.2011

14:59 Uhr

Studie

Deutsche Autobauer sparen immer besser Sprit

Im Rennen um besten Spritspartechniken haben die deutschen Autobauer aufgeholt. Laut einer Studie zu den Innovationen bei Antrieben landeten unter den fünf besten Unternehmen alleine drei aus Deutschland.

VW landete in der Studie ganz vorne. dpa

VW landete in der Studie ganz vorne.

HamburgIm Rennen um besten Spritspartechniken haben die deutschen Oberklasse-Autobauer Daimler und BMW aufgeholt. Gemessen an den Innovationen bei Antrieben landeten einer Studie des Center of Automotive in Bergisch Gladbach zufolge im vergangenen Jahr unter den fünf besten Unternehmen allein drei aus Deutschland. Auf Rang eins kam demnach wie im Vorjahr VW - diesmal gefolgt von Daimler, der sich um drei Plätze verbesserte. BMW schob sich von Rang neun auf auf Rang fünf vor und landete damit hinter Hyundai . Für den Viertplatzierten aus Korea machte die Opel-Mutter General Motors Platz, sie rückte einen Rang auf drei vor.

Ex-Weltmarktführer Toyota und der US-Konkurrent Ford , die im Jahr 2009 bei den Antrieben noch auf den Plätzen zwei und drei der innovationsstärksten Konzerne lagen, landeten 2010 nur noch im Mittelfeld. Für die am Dienstag veröffentlichte Studie wurden alle 20 großen Automobilkonzerne mit insgesamt 55 Marken untersucht.

Institutsleiter Stefan Bratzel sagte, 2010 hätten die Autobauer durch Neuentwicklungen Verbrauchsreduzierungen im Schnitt von 16 Prozent erzielt. Dies betreffe sowohl neue Motoren als auch Studien für Aggregate, die noch nicht serienreif seien. In den ersten Monaten des laufenden Jahres sei dieser Wert sogar auf über 17 Prozent geklettert. Dies sei vor allem durch Verbesserungen bei herkömmlichen Verbrennungsmotoren gelungen. Entgegen der allgemeinen Wahrnehmung hätten Innovationen in diesem Bereich mit 55 Prozent den größten Anteil gefolgt von Hybridantrieben (30 Prozent) und reinen Elektromotoren (zehn Prozent). Am stärksten senkten die Hersteller den Verbrauch bei Fahrzeugen der Mittel- und Oberklasse. Bei leistungsstarken Wagen sei das Potenzial besonders groß. Die Anstrengungen der Hersteller seien auch eine Reaktion auf Veränderungen in der gesellschaftlichen Akzeptanz. „Auch im Hochpreissegment werden Spritfresser immer weniger toleriert, obwohl sich die Käuferklientel höhere Verbrauche prinzipiell leisten könnte“, sagte Bratzel.

Die Innovationen hätten auch bereits zu einem merklichen Rückgang des CO2-Ausstoßes der Neuwagenflotten geführt. Besonders positiv schnitten laut der Studie Volvo (minus zehn Prozent) und Audi (minus 6,7) ab. Mit einem Wert von 153 Gramm Kohlendioxid je Kilometer liege die Oberklassetochter von VW nur noch ein Gramm hinter BMW (inklusive Mini). Der bayerische Autobauer, der in vergangenen Jahren durch Neuerungen wie die serienmäßige Start-Stopp-Technik allen Modellen glänzte, habe sich kaum noch verbessert (minus 2,1). 

Von

rtr

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