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26.11.2011

13:59 Uhr

Studie

Forscher warnen vor Rabattschlacht auf dem deutschen Automarkt

VonCarsten Herz

ExklusivGeht's noch billiger? Laut einer Studie ist das Rabatt-Niveau auf dem deutschen Automarkt „Besorgnis erregend“. Ohne Preisabschläge würden viele Neuwagen keinen Abnehmer finden. Ein Warnsignal für die Industrie.

Werksgelände von Ford in Köln. ap

Werksgelände von Ford in Köln.

DüsseldorfDie deutsche Autoindustrie muss sich darauf einstellen, dass sich der einheimische Markt im kommenden Jahr noch schwächer entwickeln wird als gedacht. So habe das Rabatt-Niveau auf dem deutschen Markt inzwischen ein Niveau erreicht, das „Besorgnis erregend“ sei, heißt es in einer Studie des Car-Centers Automotive Research der Universität Duisburg-Essen, die dem Handelsblatt vorliegt. Immer häufiger seien Neuwagen nur mit hohen Preisabschlägen zu vermarkten. Da sich die Rabatt- und Incentive-Situation in den vergangenen Monaten im deutschen Automarkt kontinuierlich verschärft habe, müssten auch die bisherigen Prognosen für die Nachfrage im Jahr 2012 „überdacht“ werden, warnt das Institut.

Bisher erwarten die Experten auf dem deutschen Pkw-Markt für das Jahr 2012 rund 3,1 Millionen Zulassungen, ein Minus von 50.000 Verkäufen gegenüber 2011. Nachdem die Rabattschlacht im Oktober einen vorläufigen Höhepunkt erreicht hatte, ist auch im November kaum ein Rückgang zu beobachten. Die Preisvorteile bei Internet-Vermittlern stiegen im November mit 17,2 Prozent sogar auf den höchsten Wert der zurückliegenden zwölf Monaten.

Kommentare (7)

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DarthVader

26.11.2011, 14:55 Uhr

Habe 2 Jare altes Auto.
Ich arbeite in Lebensmittelindustrie , aber , aber.
Es siecht so schlecht aus, dass ich neues Auto im 2012 nicht kaufen werde. Nomalweise man wird den Wagen jede dritte Jahr ausgetauscht

Rabattillusion

26.11.2011, 14:59 Uhr

Ach ... Quatsch. Was aber ist ... das Fehler, die zu einer Kaufzurückhaltung bei einem Modell führen, das Modell gnadenlos abgestraft wird. Hersteller können es dann nur mit Rabatten in den Markt drücken. Es sind also nicht die Rabatte "schuld", sondern Fehler im Punkt xyz.

Diese Fehler zu reduzieren kann schnell gehen (Technik) oder kann lange dauern (Marke). Auch dem Design wird ein wichtiger Stellenwert zugewiesen. Es gibt viele Fehlerpotentiale. Natürlich auch in den Gesamtkosten des Fahrzeugs. Den Königsweg gibt es nicht ... eher die Findungsversuche einer Ideallinie.

Rabatte sind dagegen nur das letzte Glied in der Kette oder können manchmal auch gewollt sein. Im Nichtautobereich werden gerne Produkte mit einem "Scheinhochpreis" in den Markt gegeben, der dann schnell abgesenkt wird. Für den Käufer bleibt es ein emotionales Rabatterlebnis. Es ist aber eher ein ganz normales Verkaufsgeschäft zu einem normalen Preis - Rabattgewährung ist hier eine gut vorbereitete Kundenillusion, um den Emotionsrabatt als Kaufanreiz mit einzubinden.

Hans

26.11.2011, 23:11 Uhr

Also ich wunder mich schon darüber, dass vorallem die deutschen Hersteller immer darüber heulen, dass die Preise so niedrig sind. #Warum werden die deutschen Autos in den USA für den halben Preis angeboten?

Ich glaube, dass an Rabatten noch viel mehr drin ist. In den USA kostete der letzte(nicht der ganz neue 2012)3er BMW ca. 38000 USD + MwSt. vollausgestattet das macht bei dem jetzigen Wechselkurs ca. 29000€ + US-MwSt. Für nen 3er werden in der gleichen Ausstattung bei uns eher 55000€ fällig. hierbei aber inkl. MwSt. Also ca. 46000€ + deutsche-MwSt. Also wird der gleiche Wagen in den USA für ca. 17000 € weniger angeboten.
Also machen die deutschen Hersteller riesen Verluste in den USA oder es ist einfach noch viel mehr an Rabatt in Europa drin!
Seit dem ich ofter in den USA bin fühle ich mich etwas von den europäischen Pkw-Herstellern und deen Preisgestaltung veräppelt!

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