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26.01.2010

05:59 Uhr

Studie

Konzerne kaufen klimafreundliche Dienstwagen

VonMarkus Fasse

ExklusivUmweltbewusstsein und Klimawandel gehen auch an den Flottenmanagern deutscher Konzerne nicht vorbei. Einer Studie zufolge wollen mehr als ein Drittel der Einkäufer bei Neuanschaffungen auf CO2-Werte achten – zuletzt lag der Wert nicht einmal halb so hoch. Das neue Anforderungsprofil setzt dabei die heimischen Autobauer unter Druck.

Audi Green Car: Deutsche Konzerne setzen auf umweltfreundliche Dienstwagen Foto: dpa Quelle: dpa

Audi Green Car: Deutsche Konzerne setzen auf umweltfreundliche Dienstwagen Foto: dpa

MÜNCHEN. Deutsche Unternehmen kaufen künftig verstärkt klimaschonende Dienstwagen. Einer dem Handelsblatt vorliegenden Studie des Frankfurter Marktforschungsinstituts Dataforce zufolge wollen 37 Prozent der Flottenmanager in der Zukunft auf besonders klimagefährdende Fahrzeuge verzichten. In der Vergangenheit haben nicht einmal 15 Prozent der Unternehmen Klimaaspekte bei Kaufentscheidungen berücksichtigt.„Es ist schick geworden, auf Klimaverträglichkeit in der Dienstwagenflotte zu achten“, sagt Dataforce-Chefin Angela Böhm, die 400 Flottenmanager in Deutschland befragt hat.

„Bei der Beschaffung von Dienstwagen fragen die Kunden vermehrt Fahrzeuge mit niedrigen CO2-Werten nach“, sagt Daimler-Vertriebsvorstand Joachim Schmidt dem Handelsblatt. „Viele Firmen haben mittlerweile CO2-Vorgaben für Dienstwagen. Das gilt für Deutschland, aber auch für Frankreich und England.“

Großkonzerne wie die Telekom oder Siemens haben sich ambitionierte Ziele gesetzt. Die Telekom will bis 2015 den Durchschnittsausstoß ihrer 38 500 Dienstwagen auf 110 Gramm drücken, derzeit liegt der Durchschnittsausstoß aller Dienstwagen in Deutschland gut 40 Prozent höher. Siemens will ebenfalls den Ausstoß seiner Firmenflotte pro Jahr im Schnitt um zehn Gramm pro Kilometer senken und den Referenzwert von heute 180 Gramm auf 120 Gramm im Jahr 2015 senken. Noch besser fährt, wer gleich auf den Nahverkehr umsteigt. 250 leitende Angestellte des Elektrokonzerns verzichten seit einem Jahr auf einen Firmenwagen und erhalten 650 Euro „Mobilitätszulage“ für den öffentlichen Nahverkehr.

Bei der Allianz sind mittlerweile schwere Modelle wie Geländewagen von der Dienstwagenliste gestrichen. „Wir denken auch über den Einsatz von Elektrofahrzeugen nach“, sagt ein Sprecher. Bei der Münchener Rück, seit Jahren Mahner in Sachen Klimawandel, sollen Fahrzeuge der Führungskräfte im Schnitt nicht mehr als sechs Liter Benzin oder fünf Liter Diesel pro hundert Kilometer verbrauchen.

Die neue Beschaffungspolitik der Unternehmen setzt vor allem die deutsche Autoindustrie unter Zugzwang. Mehr als die Hälfte der Neuzulassungen in Deutschland sind gewerblich, acht von zehn Dienstwagen deutsche Fabrikate.

Das Geschäft ist lukrativ: Firmenwagen sind in der Regel höher ausgestattet und waren bislang im Schnitt auch höher motorisiert als Privatwagen. Zudem verdienen die Hersteller an der Finanzierung und dem Service.

Nach dem Auslaufen der Abwrackprämie hofft die Autoindustrie darauf, dass das Flottengeschäft anzieht. Im Krisenjahr 2009 wurden viele Leasingverträge einfach verlängert, der fällige Austausch der Autos steht damit 2010 an. Der meistverkaufte Firmenwagen ist der VW Passat, gefolgt vom Audi A4 und dem VW Golf.

Kommentare (2)

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Klaus Ermecke

26.01.2010, 12:09 Uhr

"Klimagefährdende Dienstwagen"? Gefährdet ein Auto das "Klima"? Wie denn das? Hat das Handelsblatt einen geheimnisvollen neuen Mechanismus entdeckt, daß der betrieb eines bMW zum Rückgang der globalen bewölkung führt und damit die Erde erwärmt? Denn es sind die Schwankungszyklen der globalen bewölkung, die es auf der Erde kälter oder auch wärmer werden lassen, so zuletzt in den 1990er Jahren, als der Anteil des "blauen Himmels" nach und nach um 19% (!) anstieg! Eine Erderwärmung durch CO2 kann hingegen ausgeschlossen werden. Das Nähere zeigt unsere Studie "Rettung vor den Klimarettern".

Klaus Ermecke
KE Research

Dieter Reiber

13.09.2010, 17:38 Uhr

Flottenverbrauch auf 6 bzw. Diesel 5 Liter senken?
Verbrauch wie Kleinwagen; Leistung wie große ?!?:
Ein Vorgeschmack auf die Verbrauchsreduzierung:

Testbereicht Skoda-Oktavia 1,9 TDi, 110PS, Combi: Nachtrag der Vollständigkeit halber unter ibF- Diesel-Kraftstoff-Optimierung durch ibF-Kat für:
Skoda Oktavia 1,9 TDi Combi; 110 PS;EZ 2000,170-Tsd km Laufleistung. Anfügung zu Skoda-Oktavia:

Auf der Urlaubs- und Testfahrt 1 Woche Reutlingen – Ostsee und zurück: 4 Halts zum Austreten und Vesper ca. 40 Minuten inclusive ingesamt 8,5 Stunden für ca. 880 km (einfach).
beladung 3 Männer (195, 187, 188 cam Länge; hier nur eingeschränkter Sitzplatz-Angebot hinten, wenn zwei Lange (Männer) > 185cm hintereinander sitzen.); samt Reisegepäck ca. 400 kg. Kofferaum auf drei Ebenen unterteilt ideal für Werkzeug und Angelutensilien. Laut eingebauter Verbrauchsanzeige: 5,4 l/100 km über ingesamt > 5.400 km Strecke.
bereifung: Hanko Optimo K715 / 195 / 65 / R15 / 91T. Fahrgeäusche Stand, mittleres- und Vollgas: ingesamt deutlich unter den vorgegebenen Werten.
Fahreindruck auch bis 195 km / h sehr sicherer spurtreuer, bremssicherer Geradeauslauf.
Kein Ruß-Film am Koffer-Raumdeckel. Der Reservetank war mit 6 Liter Pöl betankt und gibt daher nochmals für ca. 100 km Sicherheit ohne den dieseltypischen Geruch im Fahrgastraum.
ingesamt ein nachmahmenswerter Test unter anpruchvollen Testbediungungen unter EU-Agenda-21-bedingungen: Ökonomie, Ökologie, Nachhaltigkeit; also Zukunftskonform unter sozialen und Nachhaltigkeitskriterien. Für Diesel- und Pöl-Potential / benziner-Potential: Fuhrparkrelevant. Amortisation des ibF-Kat innerhalb eines Jahres.

Freigegeben für EU-Nachhaltigskeitsgebot: Technik- und Technikfolgenforschung für Europa.

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