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20.01.2015

14:01 Uhr

Studie

Pharmabranche vor weiterer Fusionswelle

Die Pharmabranche steht vor einer weiteren Welle von Fusionen und Übernahmen. Große Konzerne hatten sich im vergangenen Jahr noch zurückgehalten, nun könnten auch sie auf Übernahme-Tour gehen.

Bayer erwarb vom US-Konkurrenten Merck & Co. das Geschäft mit rezeptfreien Mitteln. dpa

Bayer erwarb vom US-Konkurrenten Merck & Co. das Geschäft mit rezeptfreien Mitteln.

Düsseldorf/FrankfurtNach einem Rekordwert im vergangenen Jahr rechnet das Wirtschaftsprüfungsunternehmen EY auch 2015 mit einer Welle von Fusionen und Übernahmen in der Pharmabranche. Der Wert der entsprechenden Deals von insgesamt 223 Milliarden US-Dollar im vorigen Jahr könnte sogar noch überschritten werden, hieß es in einer am Dienstag veröffentlichten Studie. Die prall gefüllten Kassen der Pharmaunternehmen seien dafür eine gute Voraussetzung.

Während 2014 vor allem Spezialanbieter auf Übernahme-Tour gegangen waren, hatten sich große Pharmakonzerne mit Zukäufen zurückgehalten. „Die Pharmakonzerne waren 2014 verhältnismäßig vorsichtig unterwegs – doch es ist zu erwarten, dass sich das ändert“, sagte Gerd Stürz von EY. Um mit dem Gesamtmarkt Schritt zu halten, müssten die Unternehmen schneller wachsen als derzeit. Durch Zukäufe ließen sich zudem Risiken unter anderem in der Forschung und Entwicklung absichern.

Im vergangenen Jahr stand Actavis mit den beiden größten Übernahmen in der Pharmabranche im Fokus. Der Konzern mit Sitz in den USA und Irland verleibte sich nach einem langen Ringen den Botox-Hersteller Allergan für 66 Milliarden Dollar ein und kaufte auch den Konkurrenten Forest Laboratories für 23,3 Milliarden Dollar.

Die größten Pharmakonzerne nach Jahresumsatz

Platz 10

Teva (Israel)
20,3 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: +/- 0 %

Pharma-Umsätze im Jahr 2013, Quelle: Unternehmen

Platz 9

Eli Lilly (USA)
21,0 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: +1,9 %

Platz 8

Astra-Zeneca (Großbritannien)
25,7 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: -8,1 %

Platz 7

Johnson & Johnson (USA)
28,1 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: +10,9 %

Platz 6

Glaxo Smith Kline (Großbritannien)
33,5 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: -1,3 %

Platz 5

Sanofi (Frankreich)
37,1 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: -2,9 %

Platz 4

Merck (USA)
37,4 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: -7,8 %

Platz 3

Roche (Schweiz)
39,0 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: +3,9 %

Platz 2

Novartis (Schweiz)
47,5 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: +1,6 %

Platz 1

Pfizer (USA)
47,9 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: -6,5 %

Aber auch deutsche Pharmaunternehmen schlugen mit milliardenschweren Deals zu. Bayer erwarb vom US-Konkurrenten Merck & Co. das Geschäft mit rezeptfreien Mitteln für 14,2 Milliarden Dollar. Die amerikanische Merck & Co. wiederum übernahm Cubist Pharmaceuticals und legte dafür 9,5 Milliarden Dollar auf den Tisch.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

20.01.2015, 15:15 Uhr

Pharmabranche vor weiterer Fusionswelle


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Europas Pharmaindustrie hat Zukunft !

Wenn es eine Branche gibt dass man Zuwachs zusprechen kann...

dann der Europäische Pharma !

Es kommen andere Zeiten auf uns zu.

Gesundheitskassen in Europa sind leer...

und die Menschen werden immer mehr zum eigenen Arzt werden müssen.


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