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27.12.2013

14:24 Uhr

Studie

Standort Deutschland in Gefahr

Deutschlands Industrie scheint in Europa schon länger ohne Konkurrenz zu sein. Doch die rasante Deindustrialisierung viele EU-Staaten wird zu einer Gefahr: Deutschland gehen Lieferanten und Kooperationspartner verloren.

Ein Arbeiter montiert einen Ventilator: Europa brauche eine Re-Industrialisierung, fordert vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt dpa

Ein Arbeiter montiert einen Ventilator: Europa brauche eine Re-Industrialisierung, fordert vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt

BerlinWegbrechende Industrien in Europa gefährden einer Studie zufolge die deutsche Wirtschaft. „Der zunehmende Rückgang der Industrie in Europa ist für unsere heimischen Firmen von Nachteil, weil wichtige Kunden, Lieferanten und Kooperationspartner verloren gehen“, heißt es in einer noch unveröffentlichten Studie, über die die Tageszeitung „Die Welt“ (Samstagsausgabe) berichtet. Die Studie wurde laut Zeitung im Auftrag der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) und vom Institut der deutschen Wirtschaft Consult (IW) erstellt.

Demnach hat bereits fast ein Drittel der Unternehmen einen wichtigen Kunden in Westeuropa verloren. Jede zehnte Firma beklagt demnach den Wegfall von Lieferanten. Der Wegfall von Konkurrenten falle dagegen kaum ins Gewicht.

Die zehn größten Autohersteller Europas

Platz 10

Nissan

Verkaufte Fahrzeuge: 0,35 Millionen (-2,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 9

Toyota

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus: 0,43 Millionen (- 2,0 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 8

Daimler

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart: 0,56 Millionen (+5,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 7

Fiat Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Fiat, Lancia/Chrysler, Alfa Romeo, Jeep: 0,62 Millionen (- 8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 6

BMW Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken BMW und Mini: 0,64 Millionen (+ 0,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 5

Ford

Verkaufte Fahrzeuge: 0,75 Millionen (-4,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 4

General Motors

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Opel, Vauxhall, Chevrolet, GM: 0,8 Millionen (- 5,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 3

Renault Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Renault, Dacia: 0,89 Millionen (+1,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 2

PSA Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Peugeot und Citroën: 1,11 Millionen (-10,3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 1

Volkswagen

Verkaufte Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat, Skoda: 2,49 Millionen (-2,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Quelle

Während die deutsche Industrie in den vergangenen Jahren ihre starke Stellung weiter ausgebaut habe, erleben laut der Studie viele EU-Staaten wie Frankreich, Großbritannien oder Italien eine rasante Deindustrialisierung. In Frankreich werde beispielsweise nur noch jeder zehnte Euro in der Industrie verdient. Hierzulande trage die Industrie dagegen zu 22,3 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei.

„Europa braucht eine Re-Industrialisierung“, sagte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt der „Welt“. Davon würde auch Deutschland stark profitieren. Den Vorwurf, die deutsche Exportstärke verursache den westeuropäischen Volkswirtschaften Probleme, bezeichnete das IW als absurd. Da die Industrie innerhalb der EU so stark vernetzt sei, profitierten die anderen Länder vielmehr von der deutschen Exportstärke.

Von

dpa

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

27.12.2013, 15:13 Uhr

"Da die Industrie innerhalb der EU so stark vernetzt sei, profitierten die anderen Länder vielmehr von der deutschen Exportstärke."

Na was braucht man denn jetzt wirklich?
Die anderen als Zulieferer, damit Deutschland weiter und mehr in Nicht-EU Länder exportieren kann?
Hab ich das richtig verstanden? Oder sollte es heißen, Mist, wir haben die Investitionen in den EU-Ländern gekappt (müssen ja alle sparen und faul sind se auch noch) und müssen nun sehen wo wir unsere Zuarbeiter her bekommen?
Schon was gemerkt, lieber Herr Brossardt?
Man hätte auch schreiben können, selbst schuld, Geiz ist eben nicht nur Geil. Oder ohne Investitionen reich werden geht auch nicht, oder zu lange gewartet bis auch die Arbeitnehmervertreter in den anderen Ländern mürbe genug sind, oder es ist nicht mehr sehr vertrauenserweckend seine Produkte von "billigen" Arbeitern fertigen zu lassen (die wollen tatsächlich jetzt auch in Schwellenländern mehr Teilhabe) ...ließe sich fortsetzen.
Aber - wo kommt nur dieser verdammte Fachkräftemangel und wo kommen diese maroden Brücken her *seufz*

Truelies

27.12.2013, 16:05 Uhr

Ja genau netshadow da haben sie vollkommen recht.
Erst alle aussaugen und dann jammern wenn die Kuh keine Milch mehr gibt. Das ganze ist nur noch eine
einzige Umvereilungsaktion. Erst aussaugen, dann über
Transferleistung (ESM) die anderen Staaten über die Steuerzahler stützen. Und wer hat das Geld in den Taschen. Ein paar wenige Industrielle und Manager....
Armes Deutschland!

Nachwuchs

27.12.2013, 19:56 Uhr

Das isr das Ziel unserer Politiker. Die Energiepreise lassen Sie deshalbd explodieren. Weder Wirtschaft noch der Bürger kann sie bezahlen.

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