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26.10.2011

10:27 Uhr

Studienerfolg

Bayers Darmkrebsmedikament verlängert Leben

Bayers neues Darmkrebsmedikament hat in einer klinischen Studie positive Ergebnisse erzielt. Die darin enthaltene Substanz konnte das Leben der teilnehmenden Krebspatienten verlängern.

Das neue Bayer-Medikament soll zur Bekämpfung von Darmkrebs in den USA und auch in Europa auf den Markt kommen. ap

Das neue Bayer-Medikament soll zur Bekämpfung von Darmkrebs in den USA und auch in Europa auf den Markt kommen.

DarmstadtBayer hat mit einem neuen Krebsmedikament zur Bekämpfung von Darmtumoren wichtige Fortschritte erzielt. In einer klinischen Studie konnte eine Behandlung mit der Substanz Regorafenib das Leben der Krebspatienten verlängern, wie der Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern am Mittwoch mitteilte. Damit habe Bayer das vorrangige Ziel der Studie erreicht. An der Erprobung nahmen 760 Darmkrebspatienten teil, deren Erkrankung bereits fortgeschritten war. Der Test soll wegen der positiven Ergebnisse jetzt vorzeitig beendet werden. Patienten, die bislang in der Studie ein Placebo erhielten, sollen dann auch das Bayer-Präparat bekommen können. Die Daten zur Sicherheit und Verträglichkeit des Mittels waren Bayer zufolge wie erwartet ausgefallen.

Bei der Erprobung handelte es sich um eine Studie der Phase III. Neue Medikamente müssen vor einer Zulassung erst drei Phasen der Erprobung am Menschen erfolgreich bestehen. An der Studie mit dem Namen „Correct“ nahmen Patienten in Nordamerika, Europa, China, Japan und Australien teil. Die Studienergebnisse will Bayer auf einem der nächsten Mediziner-Kongresse präsentieren. Das Medikament soll zur Bekämpfung von Darmkrebs in den USA und auch in Europa auf den Markt kommen. Bayer peilt entsprechende Zulassungsanträge an.

Der Wirkstoff Regorafenib ist eine Schwester-Substanz des Wirkstoffs Sorafenib, aus dem das lukrative Bayer-Krebsmittel Nexavar hergestellt wird. Beide Substanzen sind sogenannte Multikinase-Hemmer, die das Tumor-Wachstum unterdrücken sollen. Mit Nexavar erzielte Bayer im vergangenen Jahr Umsätze von 705 Millionen Euro - ein Plus von 16,7 Prozent. Um die Rechte an Regorafenib hatte sich Bayer bis vor kurzem noch mit seinem langjährigen Partner bei Nexavar, der kalifornischen Biotechfirma Onyx , gestritten. Inzwischen wurde der Streit aber beigelegt. 

Von

rtr

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