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05.07.2011

12:41 Uhr

Styrolsparte

Kunststoff-Deal spült BASF Geld in die Kasse

Die Ausgliederung des Geschäfts mit Styrolkunststoffen in ein Gemeinschaftsunternehmen lässt bei BASF die Kassen klingeln. Der Konzern erhält 600 Millionen Euro aus Kunststoff-Joint-Venture.

Drei Fahnen, die das BASF-Logo zeigen, wehen vor dem Werk in Schwarzheide. Quelle: dapd

Drei Fahnen, die das BASF-Logo zeigen, wehen vor dem Werk in Schwarzheide.

FrankfurtDie Ausgliederung des Geschäfts mit Styrolkunststoffen in ein Gemeinschaftsunternehmen lässt bei BASF die Kassen klingeln. Das Joint-Venture mit dem Namen Styrolution werde eine Ausgleichszahlung von 600 Millionen Euro an BASF überweisen, sagte eine Sprecherin der Styrolution Group GmbH am Dienstag zu Reuters. Grund sei, dass der Ludwigshafener Chemieriese höhere Vermögenswerte in das Gemeinschaftsunternehmen einbringe als der britische Partner Ineos. Das Geld werde nach dem Abschluss der Transaktion fließen, der bis Ende des Jahres erwartet wird.

Bis das Geschäft in trockenen Tüchern ist, besteht das Unternehmen vor allem auf dem Papier. Mitte Mai hat Styrolution nach eigenen Angaben mit einer Anleihe jedoch bereits 480 Millionen Euro eingesammelt und deshalb auch virtuelle Quartalszahlen für das erste Quartal bekanntgeben. Der Umsatz stieg demnach um rund ein Sechstel auf 1,8 Milliarden Euro. Der Betriebsgewinn (Ebitda) vor Sondereffekten hat sich fast verdoppelt auf 174 Millionen Euro. „Im Gesamtjahr wollen wir das Super-Ergebnis aus dem Vorjahr erreichen“, sagte die Styrolution-Sprecherin. Im vergangenen Jahr erlösten die im Joint-Venture gebündelten Bereiche ein Ebitda von 407 Millionen Euro, der Umsatz betrug 6,4 Milliarden Euro. Über die Zahlen berichtete auch die „Financial Times Deutschland“.

BASF hat mehrere Jahre nach einem Käufer für die Sparte Styrolkunststoffe gesucht und will sich aus dem Joint-Venture auf Dauer zurückziehen. Das Material wird unter anderem für Lebensmittelverpackungen, Küchengeräten, Staubsauger, Handygehäuse und Gartengeräte verwendet. Das Geschäft gilt als extrem konjunkturanfällig und wirft wegen des harten Wettbewerbs mit Konkurrenten aus Asien und dem Nahen Osten weniger Gewinn ab als andere Sparten. BASF, der künftig verstärkt auf weniger schwankungsanfällige und renditeträchtigere Bereiche wie Spezialchemikalien setzen will, hatte Anfang Juni von der EU grünes Licht für das Gemeinschaftsunternehmen mit Ineos erhalten.

Von

rtr

/ dpa-afx

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