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22.01.2005

12:07 Uhr

Suche nach friedlicher Lösung geht weiter

GM will sich aus Fiat-Verkaufsoption freikaufen

Fiat und General Motors suchen weiter nach einer friedlichen Lösung im Streit um eine Verkaufsoption. Einem Bericht zufolge bietet GM den Italienern Geld, wenn sie auf die Klausel verzichten.

HB BERLIN. Der Disput zwischen dem italienischen Fiat-Konzern und dem US-Autoriesen General Motors (GM) könnte gütlich gelöst werden. Wie die Zeitung «La Repubblica» am Samstag unter Berufung auf Mailänder Finanzkreise berichtete, soll sich GM bereit erklärt haben, Fiat rund eine Milliarde Euro zu zahlen, um sich aus der strittigen Put-Option freizukaufen.

Seit einiger Zeit streiten beide Seite um die Vertragsklausel aus dem Jahr 2000. Damals hatte GM einen 20-prozentigen Anteil der Fiat-Autosparte gekauft. Im Vertrag war vereinbart worden, dass Fiat auf eigenen Wunsch zwischen dem 24. Januar 2005 uns Juli 2010 auch die restlichen 80 Prozent an GM veräußern kann.

GM will die defizitäre Fiat-Sparte aber nicht mehr übernehmen und wirft dem italienischen Konzern Vertragsbruch vor. Wegen einer seit dem GM-Einstieg durchgeführten Kapitalerhöhung bei Fiat sei die Option nicht mehr gültig, argumentiert der US-Konzern. Fiat besteht jedoch auf der Rechtmäßigkeit der Verkaufsoption.

Im Dezember hatten beide Seiten beschlossen, den Streit mit einem Schlichtungsverfahren zu lösen. Dazu hatten sich GM-Chef Rick Wagoner und sein Pendant bei Fiat, Sergio Marchionne, getroffen. Allerdings drängt die Zeit, da die Klausel schon in der kommenden Woche in Kraft tritt.

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