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06.01.2017

14:38 Uhr

Südkorea

VW-Manager muss ins Gefängnis

Ein Spitzenmanager von Volkswagen ist in Südkorea wegen der Fälschung von Zulassungsdokumenten zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden. Auch dem VW-Landeschef droht eine mehrjährige Haft.

„Volkswagen hat mit dieser Straftat, die erheblichen sozialen und wirtschaftlichen Schaden angerichtet hat, seine Glaubwürdigkeit als globale Marke untergraben“, erklärte ein Gericht. dpa

VW-Händler in Südkorea

„Volkswagen hat mit dieser Straftat, die erheblichen sozialen und wirtschaftlichen Schaden angerichtet hat, seine Glaubwürdigkeit als globale Marke untergraben“, erklärte ein Gericht.

SeoulEin Manager von Volkswagen ist in Südkorea wegen der Fälschung von Zulassungsdokumenten für Importfahrzeuge zu einer Gefängnisstrafe von anderthalb Jahren verurteilt worden. Das Bezirksgericht von Seoul sah es als erwiesen an, dass der VW-Manager Angaben zu Schadstoffemissionen und Lautstärke fälschte und damit gegen Umweltrecht verstieß. „Volkswagen hat mit dieser Straftat, die erheblichen sozialen und wirtschaftlichen Schaden angerichtet hat, seine Glaubwürdigkeit als globale Marke untergraben“, erklärte das Gericht am Freitag.

Die Strafverfolger in Südkorea ermitteln auch gegen den Landeschef für Audi und Volkswagen, Johannes Thammer. Die Landesvertretung von Volkswagen und Audi erklärte zu dem Urteil, sie habe mit den Behörden kooperiert und sehe weiteren Verfahren mit Zuversicht entgegen.

Korrektur: In einer früheren Version dieser Reuters-Meldung wurde ein Bezug zum Abgasskandal hergestellt. Dieser Zusammenhang besteht nicht. Die Nachrichtenagentur Reuters hat das korrigiert.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Frau Annette Bollmohr

06.01.2017, 12:14 Uhr

"Im Abgasskandal muss erstmals ein Spitzenmanager von Volkswagen persönlich Verantwortung übernehmen."

Man sollte meinen, dass Spitzenmanager dafür persönlich so fürstlich bezahlt werden, dass sie auch persönlich Verantwortung übernehmen.

Herr Rudolf Ott

06.01.2017, 12:19 Uhr

Endlich, so könnte man sagen, werden "Eliten" persönlich verantwortlich gemacht. In der Regel sind auf Konzernebenen die Verantwortlichkeiten so gestaffelt, dass man den "Letztentscheidern", die ihre hohen Gehälter mit "Verantwortung" rechtfertigen, selten ein persönlicher Tatbeitrag nachgewiesen werden kann. Hier besteht offenkundig eine rechtliche Lücke. Letztentscheider sollten nur noch dann entlastet werden, wenn sie nachweisen, dass weisungsgebundene Mitarbeiter gegen Arbeitsanweisungen verstoßen haben. - Statt dessen erlaubt es unser Rechtssystem, dass Eliten sich in Rente verabschieden und die Werksmitarbeiter mit dem Verlust ihres Jobs bezahlen!

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