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27.01.2011

06:00 Uhr

Suntech

Siemens kauft Solarmodule in China ein

VonMartin Murphy

ExklusivDer Siemens-Konzern hat mit dem chinesischen Solarunternehmen Suntech eine strategische Kooperation geschlossen. Der Weltmarktführer soll das deutsche Unternehmen in Zukunft mit Modulen beliefern.

Angestellte bei Suntech: Der weltgrößte Solarkonzern wird Siemens in Zukunft mit Modulen beliefern. Pressebild

Angestellte bei Suntech: Der weltgrößte Solarkonzern wird Siemens in Zukunft mit Modulen beliefern.

ZÜRICH. Suntech werde den Technologiekonzern künftig mit Solarmodulen beliefern, sagte Vorstandschef Zhengrong Shi dem Handelsblatt. Finanzielle Details nannte er nicht, betonte aber, der Vertrag habe ein Volumen von „mehreren Hundert Megawatt“.

Siemens baut derzeit sein Geschäft mit erneuerbaren Energien aus. In den vergangenen sieben Monaten erhielten die Münchener Aufträge für Solarprojekte über mehr als 80 Megawatt. Die Zusammenarbeit mit Siemens wertet Shi auch als Beleg für die Qualität seiner Module. Bevor Siemens einen solchen Vertrag schließe, müsse Suntech etliche Qualitätsbedingungen erfüllen, sagte der Chef des weltgrößten Solarkonzerns.

Bislang produziert Suntech weitgehend in China, die einzige Fabrik im Ausland steht in den USA. Firmengründer Shi will nun die Präsenz ausbauen. „Wir beginnen, in neue Fabriken in Übersee zu investieren. Langfristig ist es nicht sinnvoll, Module um die Welt zu verschiffen.“ Suntech werde auch in Europa ein Werk bauen. „Was wir dafür aber brauchen, ist Sicherheit darüber, wie sich der Markt entwickeln wird“, sagte Shi. Wenn Suntech komme, dann wolle der Konzern für immer bleiben.

Er appellierte an die Bundesregierung, stabile Rahmenbedingungen für die Förderung von Solarstrom beizubehalten. Einige Politiker der FDP und der Union verlangen eine stärkere Absenkung, als sie bislang von Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) geplant wird.

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