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03.08.2011

11:47 Uhr

Suzuki Motor

Japan-Beben verursacht Gewinnrückgang

Wegen der Erdbeben-Katastrophe in Japan muss der Volkswagen-Partner einen herben Gewinnrückgang hinnehmen. Doch Analysten hatten noch einen weitaus größeren Rückgang befürchtet.

Vom Erdbeben in Japan zerstörte Fahrzeuge in Miyagi. Quelle: dapd

Vom Erdbeben in Japan zerstörte Fahrzeuge in Miyagi.

TokioWie seine beiden Wettbewerber Toyota und Honda hat auch der Volkswagen-Partner Suzuki schwer unter den Folgen des verheerenden Erdbebens in Japan gelitten und einen deutlichen Gewinnrückgang verbucht. Hintergrund seien Produktionsunterbrechungen nach dem Beben im März und der folgenden Nuklearkatastrophe. Auch der stärkere Yen habe das Ergebnis belastet.

Der Betriebsgewinn sank im ersten Geschäftsquartal um 20 Prozent auf umgerechnet 233 Millionen Euro (25,6 Milliarden Yen), wie der viertgrößte Autohersteller Japans am Mittwoch mitteilte. Der Rückgang fiel allerdings deutlich geringer aus als von Analysten befürchtet. An der Jahresprognose hielt das Unternehmen fest. Beim operativen Gewinn wird ein Zuwachs von 2,9 Prozent auf 110 Milliarden Yen erwartet. Dank der Fokussierung auf Indien dürfte sich ein kleiner Gewinn ergeben, bekräftigte Suzuki.

Wie Suzuki weiter mitteilte, sank der Absatz zwischen April und Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,7 Prozent auf 594.000 Fahrzeuge. Während robuste Geschäfte in China und Indien für einen Anstieg des Auslandsabsatzes um 4,9 Prozent auf 481.000 Einheiten sorgte, sank der Inlandsabsatz um ein Viertel auf 113.000 Fahrzeuge. Der Nettogewinn stieg den Angaben nach um 24 Prozent auf umgerechnet 170,8 Millionen Euro, allerdings nur wegen der Verbuchung einer Sondereinnahme nach einem Beteiligungsverkauf. Die Aktien des Autobauers verloren am Mittwoch an der Börse in Tokio gut zwei Prozent.

Suzuki hatte jüngst für Schlagzeilen gesorgt, als es öffentlich die Partnerschaft mit Volkswagen infrage stellte. Suzuki fürchtet eine zu große Einflussnahme der Deutschen. VW hatte sich Ende 2009 mit knapp 20 Prozent an dem japanischen Kleinwagen- und Motorradspezialisten beteiligt. Seitdem wurde immer wieder darüber spekuliert, dass VW den viertgrößten Autobauer Japans unter seine Kontrolle bringen wolle. Suzuki hat im Zuge der wechselseitigen Beteiligung auch VW-Aktien erworben.

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