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31.01.2017

11:04 Uhr

Symrise-Konkurrent

Givaudan enttäuscht mit Margen-Rückgang

Der Aromen- und Riechstoffhersteller Givaudan hat seinen Gewinn gesteigert und die Dividende erhöht. Analysten zeigten sich trotzdem enttäuscht – sie hatten mit mehr gerechnet.

Das Schweizer Unternehmen stellt Duft- und Aromastoffe für Körperpflege- und Haushaltsprodukte sowie für die Nahrungsmittelindustrie her. Reuters, Sascha Rheker

Givaudan

Das Schweizer Unternehmen stellt Duft- und Aromastoffe für Körperpflege- und Haushaltsprodukte sowie für die Nahrungsmittelindustrie her.

ZürichInvestitionen und eine Übernahme haben dem Schweizer Aromen- und Riechstoff-Hersteller Givaudan einen enttäuschenden Abschluss 2016 eingebrockt. Der Weltmarktführer steigerte den Gewinn zwar um 3,1 Prozent auf 644 Millionen Franken, verfehlte damit aber die Analystenerwartungen von 696 Millionen Franken deutlich. Der Umsatz stieg auf vergleichbarer Basis um 4,2 Prozent auf 4,7 Milliarden Franken, wie die Genfer am Dienstag mitteilten. Den Margenrückgang erklärten Analysten mit der Übernahme der weniger rentablen amerikanischen Spicetec im vergangenen Jahr und Investitionen in die Labors. Die Aktie sackte um 4,5 Prozent ab und zog auch den deutschen Rivalen Symrise ins Minus.

Auch bei der Dividende hatten sich die Anleger mehr erhofft. Givaudan will 56 (Vorjahr 54) Franken je Aktie ausschütten. Nach Ansicht von Vontobel-Analyst Jean-Philippe Bertschy könnte die unter den Erwartungen liegende Ausschüttung ein Hinweis sein, dass das Unternehmen in den kommenden Monaten weitere Zukäufe ins Auge fasst. „Wir werden gute Gelegenheiten weiterhin ergreifen“, sagte Konzernchef Gilles Andrier zu Reuters.

„Neue Übernahmeziele zu finden ist schwierig, weil die Bewertungen in der Branche in den vergangenen drei bis vier Jahren stark angezogen haben“, erklärte Frederique Bette vom Vermögensverwalter Candriam. Die Branche sei nicht sehr wettbewerbsintensiv, die vier größten Anbieter kämen auf einen Marktanteil von 65 bis 70 Prozent.

Attraktiv für die Anleger ist laut Experten zudem, dass das Geschäft relativ unabhängig von der konjunkturellen Entwicklung wächst. Givaudan bestätigte, dass der Umsatz bis 2020 aus eigener Kraft um jährlich vier bis fünf Prozent zulegen soll. Das Unternehmen stellt Duft- und Aromastoffe für Körperpflege- und Haushaltsprodukte sowie für die Nahrungsmittelindustrie her.

Von

rtr

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