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24.08.2012

19:33 Uhr

Tabakkonzerne im Glück

US-Gericht verbietet strenge Warnhinweise auf Zigaretten

Kürzlich hat ein australisches Gericht es für rechtens erklärt, abstoßende Bilder von Raucherkrankheiten auf Zigarettenschachteln zu zeigen. Ab September sollten ähnliche Regeln in den USA gelten – dazu kommt es jetzt nicht.

Mit der Vorschrift zur einheitlichen und neutralen Gestaltung ist Australien derzeit Vorreiter. Die neue Packungsgestaltung soll ab Ende Dezember 2012 greifen. Reuters

Mit der Vorschrift zur einheitlichen und neutralen Gestaltung ist Australien derzeit Vorreiter. Die neue Packungsgestaltung soll ab Ende Dezember 2012 greifen.

WashingtonEin Bundesberufungsgericht in den USA hat ein Gesetz für ungültig erklärt, welches Tabakfirmen zu Warnhinweisen auf Zigarettenpackungen verpflichtet. Die von der US-Gesundheitsbehörde FDA verlangten Warnungen verstoßen gegen die Rechte der Unternehmen, sich selbst darzustellen, wie das Washingtoner Gericht am Freitag entschied. Die FDA habe nicht nachweisen können, dass die drastischen Abbildungen zu einer Reduzierung des Rauchens führten.

Damit widersprachen die Richter einem früheren Urteil eines anderen Gerichts. Die Wahrscheinlichkeit steigt, dass sich der Oberste Gerichtshof mit dem Streitfall beschäftigt.

Die fünf größten US-Tabakkonzerne Reynolds American, Lorillard und Commonwealth Brands, die zu der britischen Imperial Tobacco Group gehören, sowie Liggett Group und Santa Fe Natural Tobacco waren gegen die FDA-Richtlinien auf die Barrikaden gegangen. Die US-Gesundheitsbehörde wollte sich zu dem laufenden Fall nicht äußern. Das Justizministerium will das Urteil zunächst prüfen.

In der Europäischen Union (EU) werden derzeit die Vorgaben für Tabakkonzerne überarbeitet - viele Länder bilden bereits Warnungen auf den Schachteln ab. Australien gilt beim Kampf gegen das Rauchen als Vorreiter. Dort billigte jüngst das Oberste Gericht ein Gesetz, das neutrale Packungen ohne bunte Markenwerbung, aber mit Fotos von gravierenden Gesundheitsschäden wie Mund- oder Lungenkrebs fordert.

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Von

rtr

Kommentare (31)

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Raucher

24.08.2012, 19:49 Uhr

oooch Schade.
Keine Bilder mehr von Karzinomen aus der Pathologie?
Keine Impotenz mehr?
Oder das Rauchen tädlich ist, wie das Leben eben auch?
Keine Gefäßverengungen wg Rauchens?
Was ist da nur los.
In Europa haben wir es noch viel besser: mit jeder Zigarettenschachtel möchte sich die EU via kostenloser Werbung ins Gedächtnis der Raucher "einbrennen".
Wir rekapitulieren:
Lungenkrebs
Impotenz
Belästigung harmloser Nichtraucher
Gefäßverengungen
Koronarinsuffizienz
Herzinfarkt
Darmkrebs
Hodengeschwurbel beim Vögeln
Und dafür zahlen wir Raucher: Milliarden und Abermilliarden,
um uns von Niochtrauchern erklären zu lassen, wir seien eine Volxgefahr.
Die Ökodeppen in Beyern haben einen "Erfolg" errungen mit der Verpestung ihrer Denke in die Gesellschaft hinein.

Ja dann: lieber nach L.A. fliegen, um sich die Wasserkarte anzuschauen, auf der Wasser, Andenwasser für 100 USD, gelistet ist.

Dass es nichtzuletzt auch die Raucher sind, die dem vollkommen vertrottelten Bahr, dem derzeit amtierenden "Gesundheitsminister", die Kohle in die Kasse spülen.
Das macht doch nichts.
Das merkt doch keiner.

bobi

24.08.2012, 20:06 Uhr

Hey, von mir aus! Rauchen Sie soviel Sie wollen!
Aber
1) nicht in meiner Nähe. Ihren Qualm will Keiner atmen! Es ist ekelhaft und widerlich!
2) nicht auf meine Kosten. Es ist Ihre sorte von Menschen, die dann im Krankenhaus landen und meine Krankenkasse mit Abermillionen belasten!

Aber wie gesagt, in Ihrer eigenen Bude, auf Ihre eigenen Kosten, dürfen Sie soviel rauchen, wie Sie wollen!
Meinen Segen haben Sie!

Rauchen_schaedigt_Spiesserdenke

24.08.2012, 20:10 Uhr

na und?
Ich mag mein gelbes Karree in dem die deutsche Bahn mir erlaubt zu rauchen.
Die Bahn braucht schließlich Kunden und keine Menschen.
Und diese vollkommmen bescheuerte Ökopartei samt seinem weichgeschwurbeltem Repräsentanten, der beim Mitteleinwerben sogar mit Rauchern redet, weil, non olet (O-Ton).
Das ist sehr fein.
Weil: "Wissen Sie es geht ja nicht um Sie, sondern um unsere Ziele".
Für 500 Euro samt vorbereiteter Spendenbescheinigung hört man sich sowas schon mal an.
Nützt ja nix.

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