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18.01.2012

12:25 Uhr

Takeda

Pharmakonzern streicht weltweit 2800 Stellen

Nach der Übernahme von Nycomed setzt der japanische Pharmakonzern Takeda weltweit den Rotstift an. Allein in Deutschland werden die Sparmaßnahmen 1200 Arbeitsplätze kosten, ganze Standorte werden geschlossen.

Pharmaforschung in einem Takeda-Labor in Osaka, Japan. Takeda

Pharmaforschung in einem Takeda-Labor in Osaka, Japan.

Tokio/Aachen/KonstanzDer japanische Pharmakonzern Takeda will nach der Übernahme des Arzneimittelherstellers Nycomed 2800 Stellen außerhalb Japans streichen. Der Stellenabbau soll bis Ende März 2016 abgeschlossen sein, teilte der Medikamentenhersteller mit. Umgerechnet rund 2,6 Milliarden Dollar könnten durch den Schritt eingespart werden. In den USA sollen 700, in Europa sogar 2100 Arbeitsplätze wegfallen.

Auf Deutschland entfallen davon 1200 Stellenstreichungen. Der am stärksten betroffene Standort Konstanz verliert demnach rund 700 Arbeitsplätze. Durch die Verlagerung des Vertriebs nach Berlin werde der Standort Aachen mit 130 Stellen geschlossen. Für das Nycomed Forschungszentrum IPAS in Willinghusen in Schleswig-Holstein mit 100 Beschäftigten sucht Takeda einen Investor. Im Außendienst sollen 400 Stellen abgebaut werden.

Takeda hatte im vergangenen Jahr den Schweizer Arzneimittelhersteller Nycomed für rund 9,6 Milliarden Euro übernommen. Es war der bislang größte Zukauf in der Firmengeschichte. Der Arbeitsplatzabbau werde den Konzerngewinn im laufenden Geschäftsjahr mit umgerechnet 456 Millionen Dollar, kündigte Takeda an. Einen neuen Gewinnausblick will Takeda am 1. Februar veröffentlichen.

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