Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

25.09.2013

13:00 Uhr

Tarifverhandlungen

Peugeot bietet Gewerkschaften Bestandsgarantie an

Der kriselnde Konzern PSA muss sparen, deshalb sollen nun Lohnkürzungen durchgesetzt werden. Die Konzernführung lockt dafür mit einer dreijährigen Bestandsgarantie für französische Werke.

PSA-Chef Varin: Hatte aufgrund der mauen Entwicklung der Branche bereits Werksschließungen diskutiert. Reuters

PSA-Chef Varin: Hatte aufgrund der mauen Entwicklung der Branche bereits Werksschließungen diskutiert.

ParisDer kriselnde Autobauer Peugeot Citroen hat Gewerkschaftsangaben zufolge eine dreijährige Bestandsgarantie für alle französischen Werke angeboten. Dieses Versprechen habe Konzern-Chef Philippe Varin in der jüngsten Verhandlungsrunde über die verschärften Sparpläne gegeben, hieß es am Mittwoch vonseiten der Arbeitnehmervertreter. Allerdings gelte die Garantie nur, wenn es zu einer Einigung auf einen neuen Tarifvertrag komme. Das Unternehmen plant unter anderem Lohnkürzungen und fordert eine größere Flexibilität der Mitarbeiter.

Einem Gewerkschaftsvertreter zufolge bekennt sich Peugeot für die nächsten drei Jahre zur Produktion von mindestens einer Million Fahrzeuge in Frankreich jährlich. Das Unternehmen kündigte an, im Zeitraum von 2014 bis 2016 1,5 Milliarden Euro in die heimischen Standorte investieren zu wollen.

Aktien steigen: Positive Prognose beflügelt Peugeot

Aktien steigen

Positive Prognose beflügelt Peugeot

Die Automobilmärkte werden künftig kräftig wachsen und sich erholen. Diese positiven Aussichten haben unter anderem Peugeot beflügelt: Die Aktien des französischen Fahrzeug-Herstellers steigen auf ein 18-Monats-Hoch.

Varin hatte erst bei der Frankfurter Automesse IAA erklärt, er erwäge wegen der anhaltenden Branchenkrise die Schließung einer oder mehrerer Fertigungsstrecken. Erst im vergangenen Jahr schloss Peugeot ein großes Werk in Frankreich und schreckte damit Gewerkschaften und die sozialistische Regierung auf. Der Autobauer hat zudem Tausende Stellen gestrichen.

2012 fuhr Peugeot einen Verlust von fünf Milliarden Euro ein. Europas zweitgrößtem Autobauer setzt die Absatzkrise in Europa in besonderem Maße zu. Mittlerweile kooperiert er mit der Opel-Mutter GM. Der Zeitung „Les Echos" zufolge will Opel den neuen Zafira-Mini-Van in einem Werk von Peugeot bauen. Die Pläne gingen auf die Anfang 2012 besiegelte engere Zusammenarbeit zurück, hieß es in dem Blatt ohne Angabe von Quellen. Auch hierzu lag keine Stellungnahme vor.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×