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29.01.2013

13:13 Uhr

Technologiekonzern

Die fetten Jahre Jenoptiks sind vorbei

Nach einem starken Jahr am oberen Ende der eigenen Prognosen ist Jenoptik für 2013 zurückhaltend. Der Technologiekonzern geht davon aus, dass der Umsatz langsamer wachsen wird. Das Umsatzziel für 2017 steht schon fest.

Jenoptiks Vorstandschef Michael Mertin. Der Umsatz wird 2013 wohl langsamer wachsen. ap

Jenoptiks Vorstandschef Michael Mertin. Der Umsatz wird 2013 wohl langsamer wachsen.

BerlinDer Technologiekonzern Jenoptik bereitet sich mit Investitionen auf einen Wachstumssprung im nächsten Jahr vor und nimmt dafür 2013 eine Gewinnstagnation in Kauf. „Wir wollen uns zunächst intern weiter verbessern“, sagte Vorstandschef Michael Mertin am Dienstag in Jena. Dieses Jahr werde man bis zu 45 Millionen Euro und damit rund 50 Prozent mehr als 2012 in den Vertriebsausbau oder neue Computersysteme investieren.

So sei man gerüstet für die Expansion: „Wir sehen, dass wir ab 2014 stärkere Wachstumsimpulse bekommen.“ Dies gelte vor allem für die USA und Asien, wo er das Geschäft ausbauen will. Jenoptik will den Umsatz dann wieder um rund zehn Prozent jährlich steigern. 2013 wird hier mit einem Plus von bis zu fünf Prozent gerechnet, der Betriebsgewinn soll stabil bleiben.

Die Jenoptik-Aktie notierte fast zwei Prozent tiefer.

Gewinn am oberen Ende der eigenen Prognosen

2012 hat Jenoptik den Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) um zehn Prozent auf knapp 55 Millionen Euro gesteigert, der Umsatz kletterte um acht Prozent auf 585 Millionen Euro. Im vierten Quartal litt das Unternehmen unter der schwächeren Halbleiter-Branche, die es unter anderem mit Lasern beliefert. Dagegen läuft vor allem die industrielle Messtechnik stark. Die Autoindustrie bestellt bei Jenoptik Technik für die Motorenentwicklung. Vorstandschef Mertin äußerte sich zufrieden mit Auftragseingang und Geschäftsverlauf: „Wir sind gut gestartet ins Jahr 2013“, sagte er. „Die große Unbekannte ist weiter der Halbleiterzyklus“, spielte er auf die Nachfrageschwankungen der Branche an.

Der Konzern werde aber zunehmend unabhängiger von ihr und wolle sich in den nächsten Jahren vor allem weltweit stärker ausbreiten. Bis 2017 solle der Umsatz durch Wachstum aus eigener Kraft auf 800 Millionen Euro steigen, wobei zusammen 40 Prozent davon in den USA und Asien erzielt werden sollten. Zusätzliche Impulse könnten durch Zukäufe kommen, sagte Mertin.

Von

rtr

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