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08.11.2012

15:38 Uhr

Technologiekonzern

Jenoptik rechnet mit schwächerem Jahresende

Aufgrund einer abschwächenden Konjunktur in der Halbeiterindustrie hält Jenoptik-Chef Michael Mertin an seiner Jahresprognose fest. Für das Jahr 2013 bleibt Mertin indes optimistisch und rechnet mit weiterem Wachstum.

Jenoptik-Vorstandschef Michael Mertin hat derzeit gut lachen. ap

Jenoptik-Vorstandschef Michael Mertin hat derzeit gut lachen.

BerlinNach einem erneuten Gewinnsprung rechnet der Technologiekonzern Jenoptik zum Jahresende mit einem schwächeren Geschäft. Als Hauptgrund nannte Vorstandschef Michael Mertin am Donnerstag in Jena die abflauende Konjunktur in der Halbleiter-Industrie, die Jenoptik beliefert. Mertin blieb daher bei seiner Geschäftsprognose für das Gesamtjahr - trotz eines erneut über den Analystenschätzungen liegenden Gewinns zwischen Juli und September.

Technologie: Jenoptik übertrifft die Erwartungen

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Der Gewinn des Konzerns stieg im zweiten Quartal um knapp ein Fünftel.

Jenoptik verdiente im abgelaufenen Quartal vor Steuern und Zinsen mit 16,1 Millionen Euro fast 50 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz stieg um knapp zehn Prozent auf fast 140 Millionen Euro. Treiber war die industrielle Messtechnik, die etwa Testanlagen für die Motorenentwicklung in der Autoindustrie liefert. Damit wäre das Unternehmen auf dem Weg, seine bereits zweimal angehobene Gewinnprognose von bis zu 55 Millionen Euro für 2012 erneut zu übertreffen. Nach neun Monaten wies Jenoptik bereits etwas über 42 Millionen Euro aus. "Die Schwäche im Halbleitergeschäft verschärft sich jedoch ein wenig", begründete Mertin die Zurückhaltung beim Ausblick. Dies werde sich auch Anfang 2013 fortsetzen. Das Halbleitergeschäft ist auch deshalb wichtig, weil es hohe Gewinnmargen abwirft.

Dennoch äußerte sich Mertin optimistisch, dass das Geschäft auch 2013 weiter wachsen werde. "Unsere Strategie der Internationalisierung trägt Früchte." Vor allem in Asien und Amerika expandiert Jenoptik. Einen Rückgang im Auftragseingang von 15 Prozent gegenüber 2011 begründete Mertin mit einem Großauftrag im vergangenen Jahr für die Elektronik des Panzers "Puma". Der Auftragsbestand liege aber immer noch über dem Vorjahr.

Von

rtr

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