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21.07.2011

14:37 Uhr

Terex

Die Demag-Cranes-Mutter zieht es nach Asien

Im Zuge der Übernahme von Demag Cranes sieht Terex seine Zukunft in den Schwellenländern. Gleich mehrere Produktionsstätten will der Kranbauer nach Asien und Südamerika verlagern - auf Kosten anderer Standorte.

Schutzhelm mit Firmenlogo von Demag Cranes. Quelle: dpa

Schutzhelm mit Firmenlogo von Demag Cranes.

DüsseldorfDer US-Baumaschinenhersteller Terex sieht nach der Übernahme des deutschen Kranbauers Demag Cranes einen Wachstumsschwerpunkt in Asien und Südamerika. In etlichen Jahren sollen dementsprechend mehrere Produktionsstätten des Konzerns dorthin verlagert werden. Für die deutschen Demag-Cranes-Standorte gibt es aber nach Terex-Zusagen eine Fünf-Jahres-Garantie.

„Unser Fokus liegt klar auf den Schwellenländern, auf China, Brasilien, Indien“, sagte der Vorstandschef des US-Konzerns, Ronald DeFeo, dem „Manager Magazin“. Terex und das mehrheitlich übernommene Unternehmen Demag Cranes wollten in diesen Märkten gemeinsam wachsen.

„Langfristig werden wir Produktionsstätten in Schwellenländern aufbauen und dafür auch ein paar Standorte in entwickelten Märkten schließen“, erklärte DeFeo. Wann und wo das sein werde, könne er noch nicht sagen. „Aber das ist die logische Konsequenz und unvermeidbar.“

Terex hatte im vergangenen Monat Demag Cranes zugesichert, für drei Jahre auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. Die deutschen Demag-Cranes-Standorte sollen sogar für fünf Jahre nicht angetastet werden. Laut Übernahmevereinbarung soll Demag Cranes die operative und strategische Kontrolle über sein Geschäft behalten.

Terex habe seine Mehrheit an Demag Cranes inzwischen auf rund 82 Prozent ausgebaut, teilte das Düsseldorfer Unternehmen mit. Damit überschritt der US-Konzern nach dem Ende der verlängerten Annahmefrist die wichtige Schwelle von 75 Prozent der Anteile.

Der Vorstand von Demag Cranes hatte sich lange gegen die Avancen gesträubt, Mitte Juni jedoch seinen Widerstand aufgegeben, nachdem Terex umfangreiche Zusagen gemacht hatte. Zudem wurde das Angebot von zunächst 41,75 Euro auf 45,50 Euro je Anteilsschein kräftig erhöht.

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