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11.08.2015

16:21 Uhr

Terex und Konecranes

Demag-Mutter fusioniert mit finnischem Kranbauer

Der Mutterkonzern des deutschen Kranbauers Demag, der US-Maschinenhersteller Terex, fusioniert mit dem finnischen Unternehmen Konecranes. Die Firmen reagieren damit auf die harte Konkurrenz aus Schwellenländern.

Fusion der Kranbauer: Der US-Konzern Terex und das finnische Unternehmen Konecranes tun sich zusammen. dpa

Demag-Hafenmobilkräne

Fusion der Kranbauer: Der US-Konzern Terex und das finnische Unternehmen Konecranes tun sich zusammen.

HelsinkiDie Konsolidierung in der Baumaschinen-Branche setzt sich fort: Die beiden Kran-Hersteller Terex aus den USA und Konecranes aus Finnland wollen sich zu einem Konzern mit rund zehn Milliarden Dollar Umsatz und 32.000 Beschäftigten zusammenschließen. Experten erwarten, dass das fusionierte Unternehmen besser mit der nachlassenden Nachfrage aus Asien und Europa fertig werden kann. Terex-Chef Ron DeFeo, der den Konzern auch künftig leiten soll, sagte, Konecranes und Terex könnten dem Gegenwind in der Branche gemeinsam besser begegnen.

Diese Aussicht gefiel am Dienstag auch den Börsianern: Die Konecranes-Aktie sprang um 18 Prozent auf fast 33 Euro nach oben, Terex legten 17 Prozent auf 25,55 Dollar zu. Zusammen sind Terex und Konecranes damit mehr als fünf Milliarden Dollar (4,5 Milliarden Euro) wert.

Die größten Maschinenbauer Deutschlands

Platz 11 – Stihl

Umsatz in 2013: 2,81 Milliarden Euro

Stihl ist ein schwäbisches Familienunternehmen mit Hauptsitz in Waiblingen-Neustadt, tätig in über 160 Ländern. Stihl entwickelt, fertigt und vertreibt motorbetriebene Geräte für die Forstwirtschaft, Landschaftspflege und die Bauwirtschaft.

Platz 10 – Rolls-Royce Power Systems

Umsatz 2013: 3,35 Milliarden Euro

Die deutsche Firma mit Hauptsitz in Friedrichshafen hieß bis Januar 2014 noch Tognum. Sie bietet Dieselmotoren und Antriebssysteme an und ist seit 2007 an der Börse notiert.

Platz 9 – SMS Group

Umsatz 2013: 3,5 Milliarden Euro

Die SMS Group ist der Dachgesellschaft SMS Holding GmbH untergeordnet und verarbeitet Stahl und Nichteisenmetalle. Alleinaktionär ist die Familie um den deutschen Unternehmer Heinrich Weiss.

Platz 8 – MAN

Umsatz 2014: 3,75 Milliarden Euro (MAN Power Engineering)

Die „Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg“ wurde bereits 1758 gegründet und war zunächst für Eisenverarbeitung zuständig. Seit 2011 hält Volkswagen die Mehrheit am Konzern.

Platz 7 – Gea

Umsatz 2014: 4,52 Milliarden Euro

Das börsennotierte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf und ist auf die Herstellung von Prozesstechnik und Komponenten im Maschinenbau spezialisiert. Es wurde 1881 gegründet.

Platz 6 – Kion

Umsatz 2014: 4,68 Milliarden Euro

Die Wiesbadener Kion-Gruppe wurde 2006 gegründet, baut Gabelstapler und Lagertechnikgeräte. Sie ging aus der Linde AG hervor und ist seit 2013 an der Börse.

Platz 5 - Knorr Bremse

Umsatz 2014: 5,2 Milliarden Euro

Das Unternehmen aus München ist der weltweit führende Hersteller von Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge. gegründet wurde es 1905 in Berlin.

Platz 4 – Voith

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/14: 5,35 Milliarden Euro

Die Wurzeln des Heidenheimer Maschinenbau-Unternehmens gehen bis in das Jahr 1867 zurück. Voith befindet sich im Besitz der Gründerfamilie. Das Unternehmen beliefert unter anderem Wasserwerke, Automobilhersteller und die Papierindustrie.

Platz 3 – Thyssen-Krupp

Umsatz 2014: 6,27 Milliarden Euro (nur Thyssen-Krupp Industrial Solutions)

Deutschlands größter Stahlkonzern sitzt in Essen und entstand 1999 in Folge der Fusion von Hoesch-Krupp und Thyssen. Die historischen Wurzeln reichen in die Phase der industriellen Revolution in Deutschland zurück.

Platz 2 – Linde

Umsatz 2014: 17,05 Milliarden Euro

Die Linde-Gruppe sitzt in München und betreibt weltweit ihr Kerngeschäft mit Gasen und Prozess-Anlagen. Das 1879 gegründete Unternehmen ist börsennotiert und im Dax gelistet.

Platz 1 – Siemens

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/14: 17,06 Milliarden Euro (nur Siemens Industry)

Das Dax-Unternehmen mit Sitz in Berlin und München ist Deutschlands größter Technologiekonzern. Die Firma wurde 1847 von Werner Siemens gegründet und setzt den Fokus auf Elektrotechnik.

Die Finnen sind auf Kräne für Fabriken, Werften und Häfen spezialisiert und konkurrieren unter anderem mit der japanischen Kito und Columbus McKinnon aus den USA. Terex hat ein breiteres Produktspektrum mit Maschinen für den Bergbau, die Bau- und die Schiffsbranche. Zu den großen Rivalen zählen in diesem Fall die finnische Metsö und Caterpillar.

Die Fusion soll über einen Aktientausch abgewickelt werden, bei dem die Terex-Aktionäre für fünf ihrer Anteilsscheine vier Konecranes-Papiere bekommen. Der fusionierte Konzern mit dem Namen Konecranes Terex soll seinen Sitz in Finnland haben, aber zu 60 Prozent im Besitz der bisherigen Terex-Aktionäre sein. Analyst Kristian Tammela von der Großbank Nordea sagte, gemessen am Börsenwert der Unternehmen hätten die Terex-Aktionäre sich mit 55 Prozent begnügen müssen. Allerdings steuere Terex rund drei Viertel des operativen Gewinns (Ebit) des fusionierten Konzerns bei.

Von dem neuen, finnisch-amerikanischen Bündnis versprechen sich Terex und Konecranes Einsparungen von 119 Millionen Dollar, die innerhalb von drei Jahren realisiert werden sollen. Einige Analysten halten das für ehrgeizig. Der Konzern werde wohl in Europa mit den Einsparungen anfangen. 2014 waren beide Unternehmen zusammen auf einen operativen Gewinn von 845 Millionen Dollar gekommen. Konecranes-Chef Pekka Lundmark hatte schon vorher seinen Rückzug für den Sommer angekündigt

Von

rtr

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