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05.04.2016

03:52 Uhr

Tesla

Elektroauto-Pionier bleibt unter Absatzzielen

Hat sich Tesla zu ehrgeizige Ziele für den Absatz von Elektroautos gesteckt? Selbst eine Steigerung von 50 Prozent gegenüber dem Vormonat reicht nicht, um das Quartalsziel zu erreichen.

Tesla-CEO Elon Musk bei der Enthüllung des Model 3: Der Elektroauto-Hersteller setzt auf ein günstiges Modell. AP

Elon Musk

Tesla-CEO Elon Musk bei der Enthüllung des Model 3: Der Elektroauto-Hersteller setzt auf ein günstiges Modell.

DetroitDer Elektrowagen-Hersteller Tesla hat im ersten Quartal zwar mehr Fahrzeuge ausgeliefert, seine eigenen Absatzziele jedoch nicht erreicht. Das US-Unternehmen verkaufte nach Angaben vom Montagabend in den ersten drei Monaten 14.820 Autos, was einer Steigerung von rund 50 Prozent verglichen mit dem Vorjahresmonat entspricht. 16.000 waren eigentlich geplant gewesen.

Tesla machte vor allem Engpässe bei Bauteilen für die Entwicklung verantwortlich. Firmenchef Elon Musk zeigte sich aber auch selbstkritisch: Durch „Überheblichkeit“ habe man der ersten Version des Fahrzeugs zu viel neue Technologie hinzufügen wollen, die Kapazitäten überschätzt und sich letztlich übernommen. Im Gesamtjahr will das Unternehmen trotzdem weiterhin 80.000 bis 90.000 Fahrzeuge bauen.

Bislang hat Tesla vor allem die strombetriebene Oberklasse-Limousine „Model S“ verkauft, von der im ersten Quartal 12 420 Stück auf die Straße gebracht wurden. Neben dem „Model X“, von dem in den drei Monaten nur 2400 Stück ausgeliefert wurden, soll das „Model 3“ die Produktpalette im nächsten Jahr erweitern.

Große Nachfrage nach „Model 3“

Am Freitag hatte Musk das erste Angebot aus seinem Hause, das auf den Massenmarkt zielt, in den Tesla-Designstudios in Hawthorne bei Los Angeles enthüllt. Mit 35.000 Dollar (etwa 31 000 Euro) kostet das „Model 3“ selbst vor Abzug erheblicher staatlicher Vergünstigungen zur Förderung von Elektromobilität weniger als die Hälfte der bisherigen Premium-Modelle.

Tesla wird von Bestellungen überflutet. Bereits in den ersten 24 Stunden trugen sich 115 000 Kunden in die Wartelisten ein und zahlten jeweils 1000 Dollar an. 36 Stunden nach dem Verkaufsstart seien 253.000 der neuen Fahrzeuge geordert worden. Die Produktion soll Ende 2017 beginnen.

Ob die enorme Nachfrage aber auch zuverlässig bedient werden kann, muss Tesla erst beweisen. In der Vergangenheit hat Tesla angekündigte Auslieferungstermine nicht einhalten können. An der Börse kam das verfehlte Absatzziel nicht gut an - die Aktie, die im regulären New Yorker Handel noch fast vier Prozent gewonnen hatte, drehte nachbörslich mit über drei Prozent ins Minus.

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