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23.06.2017

11:29 Uhr

Tesla

Elektroautobauer sucht Partner in China

US-Elektroautobauer Tesla möchte sein Geschäft in China vorantreiben – und braucht dafür noch einen chinesischen Partner. Spekuliert wird auf den Internetkonzern Tencent. Bis Ende des Jahres soll Klarheit herrschen.

Der Elektroautobauer erobert die Welt. Jetzt soll das Geschäft vorangetrieben werden. Reuters

Tesla

Der Elektroautobauer erobert die Welt. Jetzt soll das Geschäft vorangetrieben werden.

PekingDer US-Elektroautobauer Tesla treibt seine Pläne zum Bau von Fahrzeugen in China voran. Der Branchenpionier gab am Donnerstag bekannt, mit der Stadtverwaltung von Shanghai darüber Gespräche zu führen. Einen Zeitplan nannte Tesla nicht. Bis Ende des Jahres sollte allerdings mehr Klarheit herrschen. Auch welcher Partner für den Autobau in China infrage kommt, sagte Tesla nicht. In der Volksrepublik braucht der Elektroautobauer nach den Vorgaben ein Gemeinschaftsunternehmen mit mindestens einem heimischen Partner. Spekulationen konzentrieren sich auf den Internetkonzern Tencent, nachdem er sich Anfang des Jahres für 1,8 Milliarden Dollar mit fünf Prozent an Tesla beteiligte.

Mit einem Werk in China könnte Tesla einen besseren Zugang zum größten Pkw-Markt der Welt erhalten und auch den deutschen Autobauern stärker Konkurrenz machen. Denn China will den Verkauf von E-Autos kräftiger fördern, um die Luftverschmutzung in Großstädten zu bekämpfen. Dazu plant die Regierung in Peking die Einführung einer Quotenregelung für die Autobauer. Die Unsicherheit über den Start der Vorgaben hat in der deutschen Branche Sorgen ausgelöst. 2016 wurden in der Volksrepublik laut nationalem Herstellerverband CAAM rund 507 000 Fahrzeuge mit E-Antrieb verkauft - ein Wachstum von mehr als 50 Prozent. Die chinesische Regierung hat - auch wegen der smoggeplagten Megastädte des Landes - Elektroautos als strategischen Eckpfeiler ihrer Industriepolitik auserkoren.

Tesla hat im vergangenen Jahr gut eine Milliarde US-Dollar Umsatz in China gemacht - nach Analystenschätzungen entspricht das rund 11 000 verkauften Autos. Auf importierte Fahrzeuge entfallen in China Einfuhrzölle von 25 Prozent, die die Autos teurer machen als lokal gefertigte Fahrzeuge. Fällt der Zoll weg, kann Tesla besser mit Elektromodellen aus China konkurrieren. Dazu braucht der US-Hersteller im Land aber einen lokalen Partner für ein Gemeinschaftsunternehmen. Derzeit haben die Kalifornier ihre Sportwagen-Limousine Model S sowie den SUV Model X im Angebot. Im Juli soll aber die Produktion des Model 3 starten, mit dem Musk den Massenmarkt bedienen will.

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