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12.02.2015

03:38 Uhr

Tesla

Elon Musk enttäuscht seine Anleger

Weniger Umsatz als erwartet: Tesla macht den Aktionären keine Freude. Der Elektroautobauer steckt Millionen in Forschung, Entwicklung und Expansion. Profitabel werde die Marke laut Tesla-Chef Musk erst in einigen Jahren.

Tesla-Chef Elon Musk: Im Schlussquartal erhöhte sich der Verlust des Elektroauto-Pioniers im Jahresvergleich von 16 auf 108 Millionen Dollar. AFP

Tesla-Chef Elon Musk: Im Schlussquartal erhöhte sich der Verlust des Elektroauto-Pioniers im Jahresvergleich von 16 auf 108 Millionen Dollar.

Palo AltoTesla hat die Börse mit schwächeren Geschäftszahlen als erwartet enttäuscht. Der Umsatz stieg im vierten Quartal zwar im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum von 615 auf 957 Millionen Dollar (847 Mio Euro), wie der Branchenpionier am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte. Analysten hatten jedoch mit deutlich mehr gerechnet. Die Aktie fiel nachbörslich um fast vier Prozent.

Wegen hoher Entwicklungs- und Expansionskosten büßt Tesla zudem laufend Geld ein. Im Schlussquartal erhöhte sich der Verlust im Jahresvergleich von 16 auf 108 Millionen Dollar. Tesla-Chef Elon Musk rechnet damit, dass seine Firma frühestens 2020 profitabel wird. 2015 will Tesla 55 000 Fahrzeuge des aktuellen Model S und des neuen SUV Model X ausliefern, das in sechs Monaten kommen soll.

Mit 11.627 Model S produzierte Tesla im letzten Vierteljahr 2014 mehr Fahrzeuge als erwartet und konnte das Jahresziel von 35 000 so doch noch erreichen. Allerdings gab das Unternehmen auch die Zahl der tatsächlich ausgelieferten Wagen an und die lag mit 9834 Fahrzeugen im vierten Quartal überraschend niedrig. Das Management machte das Winterwetter und Lieferprobleme verantwortlich.

Tesla stellt bislang ausschließlich Luxus-Elektroautos für reiche Kunden her. Die Firma will erst 2017 mit dem Model 3, das etwa 35 000 Dollar kosten dürfte, den Massenmarkt entern. Voraussetzung dafür, dass damit eines Tages auch Geld verdient wird, ist der Aufbau einer riesigen Fabrik für Batterien, mit denen die Fahrzeuge betrieben werden. Die „Gigafactory“ entsteht in Nevada.

Von

dpa

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