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05.05.2016

03:12 Uhr

Tesla

Verlust steigt - Aktie auch

Der Elektroautobauer Tesla hat seine Quartalszahlen vorgelegt: Der Verlust ist weiter angeschwollen – aber nicht so stark wie erwartet. Das honorieren US-Anleger. Ein Grund zur Euphorie liegt auch in den Bestellungen.

Nachfrage nicht nur nach Tesla Model X: Der Elektrobauer nimmt sich 2018 als Ziellinie für eine halbe Million fertige Autos vor. AFP; Files; Francois Guillot

Tesla will schneller bauen

Nachfrage nicht nur nach Tesla Model X: Der Elektrobauer nimmt sich 2018 als Ziellinie für eine halbe Million fertige Autos vor.

Palo AltoDer Elektroauto-Hersteller Tesla hat das vergangene Quartal mit einem niedrigeren Verlust als von Analysten erwartet abgeschlossen. Der Fehlbetrag stieg im Jahresvergleich allerdings immer noch von 154,2 auf 282,3 Millionen Dollar (246,6 Mio Euro). Der Umsatz stieg um 15 Prozent auf 1,03 Milliarden Dollar.

Die Aktie sprang in einer ersten Reaktion im nachbörslichen Handel zunächst um rund acht Prozent hoch, später ging das Plus auf etwa vier Prozent zurück. Zur guten Stimmung der Anleger trug unterdessen auch bei, dass Tesla die Auslieferungsprognose für das gesamte Jahr von bis zu 90.000 Fahrzeugen bestätigte.

Im ersten Quartal lieferte Tesla erst gut 15.000 Fahrzeuge aus, für das laufende Vierteljahr sind 17.000 anvisiert - im Rest des Jahres wird die Firma also noch deutlich zulegen müssen. "Ein Ausbau der Produktion auf das Fünffache in den nächsten zwei Jahren wird herausfordernd und wahrscheinlich zusätzliches Kapital verschlingen. Aber das ist unser Ziel", sagte Tesla-Chef Elon Musk.

Elon Musk verfehlt Absatzziele: Produktionsprobleme belasten Tesla

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Produktionsprobleme belasten Tesla

Die kalte Dusche kam nach einem siegestrunkenen Wochenende: Die Vorstellung des Model 3 geriet noch zum Triumph. Doch im Tagesgeschäft von Tesla häufen sich die Pannen. Die aktuellen Zahlen sorgen für Ernüchterung.

Unter anderem gehe die Produktion des neuen SUV Model X immer noch zu langsam hoch, räumte Tesla ein. Aber die Bestellungen des wichtigsten Fahrzeugs Model S zogen im Jahresvergleich um 45 Prozent an, wie die kalifornische Firma nach US-Börsenschluss am Mittwoch mitteilte.

Produktion soll schneller anziehen

Bislang war der Konzern auf vergleichsweise teure Elektro-Sportwagen spezialisiert, wie dem "Model S", der in Deutschland mehr als 80.000 Euro kostet. Jetzt will Tesla aber mit dem neuen und deutlich günstigeren "Model 3" in den Massenmarkt einsteigen.

Die Reichweite des in der Basisversion 35.000 Dollar teuren Modells soll bei mindestens 350 Kilometern liegen. Das Unternehmen hat bereits 400.000 Vorbestellungen. Die Produktion soll Ende 2017 beginnen.

Angesichts der starken Nachfrage will Tesla die Produktion viel schneller als geplant hochfahren. Die Marke von 500.000 Fahrzeugen jährlich soll nun schon zwei Jahre früher 2018 erreicht werden. Und für 2020 werde nun eher die Millionen-Marke angepeilt, sagte Firmenchef Elon Musk in einer Telefonkonferenz mit Analysten.

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