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04.09.2015

15:17 Uhr

Thyssen-Krupp

Betriebsrentner bekommen mehr Geld

Nach monatelangem Streit um die Höhe der Betriebsrente lenkt Thyssen-Krupp ein. Der Konzern will 73.000 Ex-Beschäftigten mehr Geld zahlen. Erste Nachzahlungen soll ab November erfolgen.

Unabhängig von dem Ergebnis der juristischen Auseinandersetzungen habe Thyssen-Krupp sich freiwillig zu einer Änderung seiner Anpassungspolitik entschieden, teilte das Unternehmen mit. dpa

Thyssen-Krupp-Chef Heinrich Hiesinger

Unabhängig von dem Ergebnis der juristischen Auseinandersetzungen habe Thyssen-Krupp sich freiwillig zu einer Änderung seiner Anpassungspolitik entschieden, teilte das Unternehmen mit.

EssenRund 73.000 Rentner sollen vom Industriekonzern Thyssen-Krupp mehr Geld erhalten. Betroffen seien vor allem frühere Beschäftigte der Stahlsparte des Unternehmens, bei denen Thyssen-Krupp seit 2012 mit Verweis auf eine angespannte wirtschaftliche Situation auf eine Erhöhung verzichtet habe, sagte eine Konzernsprecherin am Freitag. Die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ (WAZ) hatte darüber berichtet.

Gegen die Entscheidung waren mehrere Betroffene mit Erfolg gerichtlich vorgegangen. Der Industriekonzern hat derzeit rund 120.000 Betriebsrentner und zahlt jährlich Renten in Höhe von rund 400 Millionen Euro.

Die größten Stahlhersteller der Welt

Platz 1: Arcelor-Mittal

Der mit Abstand größte Stahlproduzent der Welt ist Arcelor-Mittal. Der Konzern mit europäischen und indischen Wurzeln stellte 2015 gut 97 Millionen Tonnen Stahl her.

Quelle: World Steel Association

Platz 2: Hesteel Group

Der zweitgrößte Hersteller kommt aus China: Die Hebei Iron and Steel Group stellte 2015 rund 47,8 Millionen Tonnen Stahl her. Auch dieser Konzern ging aus einer Fusion hervor, die Unternehmen Tangsteel und Hansteel schlossen sich 2008 zusammen.

Platz 3: Nippon Steel & Sumitomo Metal

Auf Platz drei abgerutscht ist der japanische Konzern Nippon Steel & Sumitomo Metal. Die beiden japanischen Hersteller hatten sich im Oktober 2012 zusammengeschlossen und kamen 2015 zusammen auf ein Produktionsvolumen von 46,3 Millionen Tonnen Stahl, knapp 3 Millionen weniger als im Vorjahr.

Platz 4: Posco

Mit einer Produktion von rund 42 Millionen Tonnen Stahl ist Posco der viertgrößte Hersteller. Das Unternehmen ist der größte südkoreanische Anbieter und macht viele Geschäfte mit China.

Platz 5: Baosteel Group

Auf Platz fünf folgt ein weiterer chinesischer Konzern: Baosteel Group. Das Unternehmen mit Sitz in Shanghai produzierte knapp 35 Millionen Tonnen Stahl. Schlagzeilen machte der Hersteller im Jahr 2000 mit seinem Börsengang, der damals in China Rekorde brach.

Platz 16: Thyssen-Krupp

Im Vergleich zu Arcelor-Mittal, Hesteel & Co. ist Thyssen-Krupp ein Leichtgewicht. 2015 ging es für den größten deutschen Stahlproduzent mit einer Produktion von 17,3 Millionen Tonnen aber immerhin drei Plätze hinauf auf Rang 16. Ähnlich viel produziert der Konkurrent Gerdau aus Brasilien (17 Millionen Tonnen).

Unabhängig von dem Ergebnis der juristischen Auseinandersetzungen habe Thyssen-Krupp sich freiwillig zu einer Änderung seiner Anpassungspolitik entschieden, teilte das Unternehmen mit. Mit ersten Nachzahlungen sei ab November oder Dezember dieses Jahres zu rechnen. Für mögliche Risiken aus unterlassenen Betriebsrenten-Anpassungen habe Thyssen-Krupp bereits einen „niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag“ zurückgestellt, hieß es.

Von

dpa

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