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18.01.2007

16:19 Uhr

Verteidigung des Erbes:

Berthold Beitz, einst Generalbevollmächtigter der Firma Krupp und nach dem Tode Alfried Krupps im Jahr 1967 dann Sachwalter dessen Vermögens, will das Erbe um jeden Preis zusammenhalten. Als Kopf der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung hält er ein großes Aktienpaket von Thyssen-Krupp.

Strategische Zukäufe:

Vor wenigen Wochen stockte der 93-jährige Beitz die Position noch einmal auf. Die Krupp-Stiftung hält jetzt 25,1 Prozent der Anteile und besitzt damit eine Sperrminorität. Allein diese verhindert, dass ein Angreifer den Konzern unter seine Kontrolle bringen kann. Die Thyssen-Stiftung besitzt weitere 2,81 Prozent. Schon jetzt haben beide Stiftungen regelmäßig eine satte Stimmenmehrheit auf der Hauptversammlung. Dort lag die Präsenz zuletzt bei nur 52,6 Prozent. Doch die Konsolidierung in der Stahlbranche geht weiter, und Beitz will Thyssen-Krupp ein für alle Mal übernahmefest machen. Auch wenn ein Angreifer die Aktienmehrheit erwirbt, die Krupp-Stiftung würde mit Hilfe des Entsenderechts weiterhin drei Mitglieder des Aufsichtsrats stellen.

Warnendes Beispiel:

Thyssen-Krupp soll es nicht ergehen wie Arcelor. Der größte europäische Stahlproduzent wurde im Juni 2006 von Mittal Steel geschluckt, da die Luxemburger dem Angreifer schutzlos ausgeliefert waren.

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