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28.02.2017

12:42 Uhr

Thyssen-Krupp Marine Systems

Keine Hinweise auf Korruption bei U-Boot-Kauf

Aufgrund des Korruptionsverdachts beim Kauf von U-Booten an Israel hat die Rüstungsfirma Thyssen-Krupp Marine Systems eine interne Untersuchung eingeleitet. Bisher habe sich der Verdacht jedoch nicht erhärtet.

Der Verdacht auf Korruption geht bis zu Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu hoch, deren Rechtsberater als Schüsselfigur in der Angelegenheit gilt. dpa

Thyssen-Krupp in Kiel

Der Verdacht auf Korruption geht bis zu Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu hoch, deren Rechtsberater als Schüsselfigur in der Angelegenheit gilt.

Kiel/Tel AvivDie Rüstungsfirma Thyssen-Krupp Marine Systems hat bei internen Untersuchungen wegen des Verdachts der Korruption beim Kauf von U-Booten durch Israel bislang keine Unregelmäßigkeiten festgestellt. „Auf Basis der bereits durchgeführten Untersuchungsmaßnahmen haben sich bislang keine Hinweise auf Korruption ergeben – weder mit Blick auf U-Boot-Projekte noch im Zusammenhang mit der Beschaffung von Korvetten“, sagte ein Sprecher am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor war bekannt geworden, dass der israelische Generalstaatsanwalt wegen eines entsprechenden Verdachts ermittelt.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu steht wegen der U-Boot-Affäre unter Druck. Als Schlüsselfigur gilt sein persönlicher Rechtsberater David Schimron, der auch den Geschäftsmann Miki Ganor vertritt. ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) arbeite in Israel ausschließlich mit Ganor als Vertriebspartner zusammen, sagte der Sprecher. „Alle unsere Vertriebspartner sind vertraglich verpflichtet, ein Einschalten von Unterauftragnehmern mit uns vorab abzustimmen. Das ist nicht geschehen.“

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Nach ersten Medienberichten im November 2016 habe TKMS umgehend eine interne Untersuchung eingeleitet. „Das machen wir immer, wenn wir Hinweise auf Unregelmäßigkeiten bekommen: Wir gehen diesen vollumfänglich nach und klären den Sachverhalt auf.“ Zu weiteren Details wollte er sich aufgrund der laufenden Ermittlungen in Israel nicht äußern.

Von

dpa

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