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22.01.2015

17:53 Uhr

Thyssen-Krupp

Millionenstrafe wegen Lieferverzug bei U-Booten

ExklusivThyssen-Krupp muss wegen Verzögerungen bei einem U-Boot-Auftrag aus der Türkei eine Millionenstrafe zahlen. Die Fertigstellung von sechs Fahrzeugen vom Typ U-214TN hat sich um knapp zwei Jahre verzögert.

Thyssen-Krupp trägt eine erhebliche Mitschuld an dem Desaster. dpa

Thyssen-Krupp trägt eine erhebliche Mitschuld an dem Desaster.

FrankfurtThyssen-Krupp wird für Verzögerungen bei einem U-Boot-Auftrag aus der Türkei zahlen müssen. Der Bau der insgesamt sechs Fahrzeuge vom Typ U-214TN hat sich um knapp zwei Jahre verzögert, erfuhr das Handelsblatt (Freitagausgabe) aus Branchenkreisen. Der Konzern werde nun rund 100 Millionen Euro an Strafe zahlen müssen.

Ursächlich für die verspätete Fertigstellung der U-Boote ist neben Problemen bei Thyssen-Krupp ein innertürkischer Zwist. Das Beschaffungsamt und die türkische Marine balgten um die Zuständigkeit bei dem Prestigprojekt, wie ein Insider berichtet.

Das Geschäftsjahr 2012/2013 von Thyssen-Krupp in Zahlen

Components Technology

Im Geschäftsjahr 2012/2013 erzielte die Komponenten-Sparte (unter anderem Zuliefererteile für die Autoindustrie) ein bereinigtes Ebit von 244 Millionen Euro.

Elevator Technology

Die Aufzug-Sparte hat mit einem bereinigten Ebit von 675 Millionen Euro das beste Ergebnis aller Sparten von Thyssen-Krupp eingefahren.

Industrial Solutions

Die Sparte für Industrieanlagen steuerte 640 Millionen Euro zum Konzernergebnis bei.

Materials Services

Das bereinigte Ebit von Material Services lag 2012/2013 bei 236 Millionen Euro.

Steel Europe

Die von Überkapazitäten geprägte europäische Stahlsparte erwirtschaftete ein bereinigtes Ebit von 143 Millionen Euro.

Steel Americas

Bei der amerikanischen Stahl-Sparte sah es im Geschäftsjahr 2012/2013 düster aus, insgesamt stand ein Verlust von 495 Millionen Euro in den Büchern. Zumindest das Walzstahlwerk in Alabama konnte nach Ablauf des Geschäftsjahres für rund eine Milliarde Euro an Arcelor Mittal und Nippon Steel verkaufen.

Corporate

Hier fiel ein Verlust von 425 Millionen Euro an.

Für die Kieler Thyssen-Krupp-Tochter Howaldtswerke-Deutsche Werft (HDW) hatte das gravierende Folgen: Die technischen Anforderungen an die Flottille änderten sich im Planungsverlauf mehrfach. Jeder Sonderwunsch bescherte den deutschen Konstrukteuren Mehrarbeit und erhebliche zusätzliche Kosten für neue Komponenten.

Auch wenn es Thyssen-Krupp gelingen sollte, die Verantwortung für die Verspätung auf die türkische Seite abzuwälzen – der Konzern trägt eine erhebliche Mitschuld an dem Desaster. So habe HDW Werftanlagen bestellt, die der Kunde so nicht gewollt habe, sagt der Insider. „Dies hat zu einer weiteren Verzögerung von einem Jahr geführt.“

Das Unternehmen und die türkische Marine lehnten einen Kommentar zu den Projektverzögerungen ab.

Kommentare (3)

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Herr Wolfgang Trantow

22.01.2015, 19:06 Uhr

Wieder haben Manager und Experten die Mitarbeiter und die firma vorsätzlich um Millionen geschädigt. Warum müssen diese Leute nichts bezahlen? Keinen Ersatz leisten? Werden nicht zur Rechenschaft gezogen?

Account gelöscht!

22.01.2015, 19:27 Uhr

Millionenstrafe wegen Lieferverzug bei U-Booten

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Haben dafür die Milliarden vom DRAGHI gefehlt ???

Haben dafür FACHARBEITER gefehlt ???

Werden DRAGHIS Milliarden jetzt in Deutschland

endlich den BER-Flughafen fertig stellen ???

Werden die DRAGHIS Milliarden endlich einen

Militärischen Großtransportflugzeuge für Deutschland bauen ????????????????????

Werden jetzt DRAGHIS Milliarden der deutsche Marine NEUE TAUGLICHE HUBSCHRAUBER BRINGEN ????????????

Wozu werden die DRAGHIS Milliarden in Deutschland dazu benutzt werden ?????????????????????????????







Herr Klaus Emerott

22.01.2015, 19:33 Uhr

Bei allem Respekt, ich habe das Gefühl, Mario Draghi druckt viel weniger Euro-Lire als Sie Fragezeichen :-)

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