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19.09.2013

16:35 Uhr

Thyssen-Krupp

Sparmaßnahmen treffen auch die Führungsriege

Hohe Verluste durch Abschreibungen stürzten Thyssen-Krupp in die Krise. Nun müssen 20.000 Stahlkocher deutliche Abstriche beim Einkommen hinnehmen. Die Führungsriege soll allerdings auch in die Tasche greifen.

Thyssen-Krupp wird unter anderem durch den sich hinziehenden Verkauf der Übersee-Stahlwerke in Brasilien und den USA belastet. Diese haben sich für das Unternehmen als Milliardengrab erwiesen. dpa

Thyssen-Krupp wird unter anderem durch den sich hinziehenden Verkauf der Übersee-Stahlwerke in Brasilien und den USA belastet. Diese haben sich für das Unternehmen als Milliardengrab erwiesen.

DuisburgBeim kriselnden Thyssen-Krupp-Konzern sollen neben den Stahlkochern auch die Mitarbeiter der Büroetage auf Geld verzichten. Während außertarifliche Angestellte durch zusätzlich sechs freie Tage auf 2,44 Prozent ihres Entgelts verzichten müssen, werde es auch einen Beitrag der leitenden Angestellten geben, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Duisburg mit.

Bereits am Vortag hatte die IG Metall mitgeteilt, dass rund 20.000 Stahlkochern durch eine Arbeitszeitverkürzung ohne vollen Lohnausgleich ab Herbst 2014 deutliche Abstriche beim Einkommen hinnehmen müssen. Im Gegenzug ist geplant, bis zum Jahr 2020 auf betriebsbedingte Kündigungen bei dem geplanten Abbau von 1300 Stellen der Obergesellschaft Steel Europe AG zu verzichten.

Kündigungsverzicht: Thyssen-Krupp-Arbeiter müssen Einkommenseinbußen hinnehmen

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Thyssen-Krupp-Arbeiter müssen Einkommenseinbußen hinnehmen

Hohe Verluste durch Abschreibungen stürzten Thyssen-Krupp in die Krise. Für die Beschäftigten heißt es nun Aufatmen: Die 20.000 Jobs sind bis 2020 gesichert. Im Gegenzug müssen die Arbeitnehmer aber Kompromisse eingehen.

Hintergrund sei ein „extrem schwieriges Umfeld in der Stahlindustrie“, so das Unternehmen. „Wie kritisch die Situation in der Stahlindustrie ist, ist allen Mitarbeitern deutlich bewusst“, sagte Stahl-Personalvorstand Thomas Schlenz laut einer Mitteilung.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Ruhrpottler

20.09.2013, 17:21 Uhr

Außertarifliche Angestellte der ThyssenKrupp Steel Europe AG müssen nicht sechs weitere freie Tage nehmen um auf 2,44% ihres Entgeltes zu verzichten - sie müssen entweder auf sechs freie Tage verzichten oder aber auf 2,44% ihres Entgelts...das sollten sie mal richtigstellen. Aber keine Angst - nicht nur sie verbreiten diese Falschmeldung...

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