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04.08.2011

08:40 Uhr

ThyssenKrupp

Kein Werftenverbund mit Frankreich

ThyssenKrupp sieht derzeit keine Chancen für Werftenverbund mit Frankreich. Der Konzern dementiert Gerüchte über eine Zusammenlegung beim Militärschiffbau.

ThyssenKrupp plant derzeit keine Zusammenarbeit mit dem französischen Staatskonzern DCNS. Quelle: dapd

ThyssenKrupp plant derzeit keine Zusammenarbeit mit dem französischen Staatskonzern DCNS.

EssenDer Stahl- und Industriegüterkonzern ThyssenKrupp sieht derzeit keine Chancen für einen deutsch-französischen Werftenverbund. In einer Stellungnahme wies das Unternehmen anhaltende Spekulationen darüber zurück, seinen militärischen Schiffbau mit dem des französischen Staatskonzerns DCNS zusammenlegen zu wollen.

„ThyssenKrupp Marine Systems plant weder ein Gemeinschaftsunternehmen mit der französischen Werftengruppe DCNS, noch ist eine Fusion oder eine anderweitige Partnerschaft beziehungsweise Zusammenarbeit mit den französischen Werften beabsichtigt“, hieß es in der Mitteilung. „Es gibt zum jetzigen Zeitpunkt zwischen den Unternehmen keinerlei Gespräche hierüber, und es sind auch keine Gespräche vorgesehen.“ Zu der neuerlichen Reaktion sah sich der Konzern nach eigenen Angaben veranlasst, um Irritationen bei potentiellen Kunden vorzubeugen.

Am Montag hatte die „Financial Times Deutschland“ berichtet, dass Deutschland und Frankreich einen neuen Anlauf zur Zusammenlegung ihres Militärschiffbaus unternähmen. Nach der Sommerpause sollten Gespräche zwischen ThyssenKrupp und DCNS sowie den Regierungen in Berlin und Paris aufgenommen werden. Die Franzosen drängten auf eine Zusammenarbeit nach dem Vorbild des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS. ThyssenKrupp hatte sofort betont, es seien keine Termine für Gespräche mit DCNS geplant.

Nachdem es in früheren Jahren immer wieder Ansätze zu einem Zusammengehen zwischen den deutschen und französischen Werften gegeben habe, sei derzeit aus Sicht von ThyssenKrupp keine erfolgversprechenden Perspektiven für ein Zusammengehen oder eine engere Kooperation beider Werftengruppen zu erkennen, hieß es in der neuen Stellungnahme. Dies gelte für den U-Boot-Bereich ebenso wie für Marine-Überwasserschiffe.

Von

dpa

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