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28.03.2014

15:25 Uhr

Titanboden

Wie Tesla das Feuer-Problem bekämpfen will

Die Bilder von brennenden Teslas gingen im vergangenen Jahr um die Welt - nun will der US-Elektropionier die Batterien im Model S besser schützen. Der Unterboden soll künftig härter als Stahl sein.

Ein Tesla brennt - das soll in Zukunft nicht mehr vorkommen. Screenshot Youtube

Ein Tesla brennt - das soll in Zukunft nicht mehr vorkommen.

Ein Model S in Flammen - dieses Bild schockte im vergangenen Jahr die Anleger und schickt die Aktie des US-Elektroautoherstellers Tesla auf Talfahrt. Ein Metallteil hatte sich in den Unterboden gebohrt, in dem auch die Batterien verbaut sind. Verletzt wurde niemand, doch der Schreck saß tief. Nun reagiert das Unternehmen - und verstärkt den Unterboden des Fahrzeugs.

Ein dreifacher Schutz soll künftig verhindern, dass die Batterie beschädigt wird. Bisher werden die Batterien durch eine etwa zehn Zentimeter dicke Aluminiumschicht umhüllt. Darüber sollte eine Stahl-Keramik-Verbindung eine Beschädigung der Batterien verhindern. Der neue Schutz besteht neben den genannten Elementen aus einem hohlen, runden Aluminium-Balken, einer Titan-Platte und angewinkelten Aliminium-Fliesen.

Der Aluminium Balken soll nach Angaben des Unternehmens den Zusammenprall mit Objekten auf der Fahrbahn abfedern und in kritischen Fällen eher auf die Front des Fahrzeugs verlagern. So werde nicht nur die Batterie geschützt, der Fahrer behalte zusätzlich die Kontrolle über das Fahrzeug.

Die Titan-Platte, die nach Angaben des Unternehmens „normalerweise in der Luftfahrt oder beim Militär eingesetzt wird“ schützt die vorderen Elemente des Unterbodens. Die angewinkelten Aluminium-Fließen sollen es dem Auto erleichtern, über Objekte zu fahren, die sich nicht bewegen oder nicht zusammengedrückt werden können. Um die Beständigkeit des neuen Unterbodens zu beweisen, zeigt Tesla auch Ausschnitte aus 152 Tests, die mit einer High-Speed-Kamera aufgenommen wurden. „Wir haben dabei versucht, jedes Worst-Case-Szenario zu testen, an das man denken kann“, schreibt Tesla-Gründer Elon Musk in seinem Blogbeitrag

Darin fährt das Model S bei voller Geschwindigkeit über eine Anhängerkupplung, einen Pflasterstein oder eine Lichtmaschine - ohne dass die Batterien beschädigt werden oder Feuer fangen. Die Tests seien in etwa so konstruiert worden als fahre man ein Auto mit Autobahngeschwindigkeit in einen Stahlspeer, der im Asphalt steckt, beschreibt es Tesla-Gründer Musk.

Bereits Anfang des Jahres hatte die Hydraulik des Fahrzeugs angepasst, um das Auto besser gegen Straßenschäden zu schützen. Seit dem 6. März wird nun der neue Schutz in die Modelle verbaut - alle 30.000 bisher ausgelieferten Fahrzeuge sollen nachgerüstet werden.

Tesla-Test mit Anhängerkupplung. (Bild anklicken, um Animation zu starten) PR

Tesla-Test mit Anhängerkupplung. (Bild anklicken, um Animation zu starten)

Tesla-Test mit Lichtmaschine. (Bild anklicken, um Animation zu starten) PR

Tesla-Test mit Lichtmaschine. (Bild anklicken, um Animation zu starten)

Tesla-Test mit Pflasterstein. (Bild anklicken, um Animation zu starten) PR

Tesla-Test mit Pflasterstein. (Bild anklicken, um Animation zu starten)

Von

bay

Kommentare (1)

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28.03.2014, 15:56 Uhr

Man sollte die Worte von Herrn Piech ernst nehmen:

Für so etwas habe ich in meiner Garage keinen Platz"

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