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29.09.2015

03:42 Uhr

Tödlicher Unfall

Paul Walkers Tochter verklagt Porsche

„Fast & Furious“-Star Paul Walker war vor zwei Jahren in seinem Carrera GT tödlich verunglückt. Jetzt verklagt seine 16-jährige Tochter den Sportwagenhersteller Porsche wegen angeblicher Entwicklungsfehler.

Der US-Schauspieler Paul Walker und sein Freund Roger Rodas verunglückten bei einem Autounfall tödlich. dpa

Der US-Schauspieler Paul Walker und sein Freund Roger Rodas verunglückten bei einem Autounfall tödlich.

Los AngelesDie Tochter des bei einem Autounfall verunglückten Schauspielstars Paul Walker („The Fast and the Furious“) verklagt den Sportwagenhersteller Porsche wegen Tötung. Der Porsche Carrera GT, in dem ihr Vater vor fast zwei Jahren ums Leben kam, habe eine Reihe von Entwicklungsfehlern gehabt, hieß es in der am Montag von Meadow Rain Walker eingereichten Klage.

Die Entwicklungsfehler hätten Schäden ausgelöst, die laut dem Anwalt der 16 Jahre alten Tochter dafür gesorgt hätten, dass der Schauspieler in dem Sportwagen eingeschlossen gewesen sei, als es im November zu dem Unfall kam und das Fahrzeug in Flammen aufging.

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Quelle: dpa

Volumen

Die Kernmarke VW-Pkw steht für rund jedes zweite verkaufte Auto im Konzern und produziert Modelle vom Kleinstwagen Up bis zum luxuriösen Phaeton. Sie könnte mit der tschechischen Pkw-Tochter Skoda und der spanischen Marke Seat eine Familie für den Massenmarkt bilden. Das Trio kam zuletzt auf rund 75 Prozent vom Konzernabsatz.

Premium

Dafür steht im VW-Konzern vor allem Audi. Die Ingolstädter setzten 2014 rund 1,45 Millionen Wagen ab. Zu Audi zählen auch die Edelmarke Lamborghini, die 2014 aber nur 2650 Fahrzeuge produzierte, und die Motorräder von Ducati (Jahresproduktion gut 45.000 Stück).

Sport und Luxus

Das ist im Konzern vor allem Porsche. Die Schwaben setzten 2014 rund 190 000 Wagen ab. Zusammen mit Audi fuhr Porsche zuletzt zwei Drittel des Konzern-Betriebsgewinns ein. Zu den Schwaben könnte sich die Luxuswagenschmiede Bentley gesellen, Hoflieferant des britischen Königshauses. Die 2014 rund 11.000 abgesetzten Wagen sind konzernweit zwar kaum zu sehen. Doch Bentley treibt Trends wie den Leichtbau voran, was auch Porsche macht. Hinzu kommen könnte Bugatti, wo 2014 zwar nur 45 Autos verkauft wurden. Jedoch baut Bugatti das Spitzenprodukt im Konzern: Der Supersportler Veyron fährt Tempo 432.

Schwere Nutzfahrzeuge

Das sind bei Volkswagen MAN und Scania. Beide Marken formen künftig in einer eigenständigen Holding eine gemeinsame Organisationseinheit – nehmen die Familienbildung also schon voraus.

Der Rest

Übrig blieben die VW-Nutzfahrzeuge (VWN), die im leichten Segment der gewerblichen Nutzung etwa Kastenwagen für Handwerker bauen. VWN hat technologisch mehr Nähe zu den Pkw-Schwestern als zu MAN und Scania.

Zu den Fehlern zählten unter anderem das Fehlen einer angemessenen Stabilitätskontrolle und Maßnahmen, um Insassen nach einer Kollision vor Flammen zu schützen. „Ohne diese Mängel in dem Porsche Carrera GT wäre Paul Walker heute am Leben“, hieß es in der Klage.

Porsche North America äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu der Klage. Über die Vorwürfe hatte zunächst die Promi-Webseite TMZ berichtet.

Walker hatte sich gerade in einer Unterbrechung der Dreharbeiten zum siebten „Fast & Furious“-Teil befunden, als er bei dem Unglück in Kalifornien starb. Er saß in einem von seinem Freund und Geschäftspartner Roger Rodas gefahrenen Porsche, als dieser die Kontrolle über das Auto verlor, in drei Bäume einschlug und in Flammen aufging. Laut Ermittlungen der Polizei löste überhöhte Geschwindigkeit und nicht ein mechanisches Problem den Crash aus.

Fünfeinhalb Monate nach dem Unfall hatte die Witwe des Unglücksfahrers bereits Klage gegen den Autohersteller eingereicht. Kristine Rodas machte ebenfalls eine fehlerhafte Ausstattung für den Unfall verantwortlich.

Von

ap

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