Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.06.2014

09:57 Uhr

Top-500-Konzerne

VW weiterhin größtes deutsches Unternehmen

Volkswagen ist nach wie vor das größte deutsche Unternehmen - und baut seinen Vorsprung sogar noch aus. Gemessen am Umsatz sind drei der fünf ersten Plätze in einem aktuellen Ranking von Autokonzernen besetzt.

Mit 197 Milliarden Umsatz belegt VW erneut Platz eins der größten deutschen Konzerne. dpa

Mit 197 Milliarden Umsatz belegt VW erneut Platz eins der größten deutschen Konzerne.

BerlinVolkswagen hat seinen Vorsprung als größtes deutsches Unternehmen im vergangenen Jahr vor dem Energiekonzern Eon noch ausgebaut. Nach einem Unternehmensranking der „Welt“ (Montag) sind - gemessen am Umsatz - inzwischen drei Autokonzerne auf den ersten fünf Plätzen zu finden. Rang drei und vier nehmen Daimler und BMW ein. Das unterstreicht die Bedeutung der Autoindustrie für die deutsche Wirtschaft.

BMW verdrängte sogar mit 76,1 Milliarden Euro Umsatz Siemens auf Platz fünf (75,9 Mrd Euro). VW kam an der Spitze auf 197 Milliarden Umsatz (plus 2,2 Prozent). Beim Eon-Konzern fielen die Erlöse dagegen um rund 7 Prozent auf fast 123 Milliarden Euro.

Die VW-Sparten im Überblick

Volkswagen Pkw

Die Kernmarke des Volkswagen-Konzerns litt im Jahr 2013 unter der Absatzschwäche. Mit 4,7 Millionen verkauften Fahrzeugen schrumpfte der Absatz um 2,2 Prozent. Der Umsatz ging sogar um 4,4 Prozent zurück. Immerhin erwirtschaftet die Kernmarke noch ein operatives Ergebnis von 2,9 Milliarden Euro.

Audi

Die Premiumtochter aus Ingolstadt konnte die Verkäufe steigern. Mit 1,35 Millionen verkauften Fahrzeugen steht unterm Strich ein Plus von 3,85 Prozent. Auch der Umsatz legte leicht auf 49,88 Milliarden Euro zu. Unter Strich steht trotzdem ein deutlicher Rückgang beim Profit um rund 6,3 Prozent auf 5,03 Milliarden Euro.

Skoda

Mit günstiger VW-Technik konnte die tschechische Tochter in den vergangenen Jahren die Kunden locken. Im Jahr 2013 lief es schlechter. Mit 719.000 verkauften Fahrzeuge ging der Absatz um 1,2 Prozent zurück. Der Umsatz fiel es ebenfalls leicht schlechter aus und beträgt nun 10,32 Milliarden Euro. Beim operativen Ergebnis hat das deutliche Spuren hinterlassen. Der Gewinn beträgt 522 Millionen Euro und damit satte 26,7 Prozent weniger.

Seat

Das spanische Sorgenkind kommt bei den Verkaufszahlen wieder auf die Bein 459.000 Fahrzeuge verkauften die Spanier im Jahr 2013 - ein Plus von rund sieben Prozent. Auch der Umsatz legt um rund sechs Prozent auf 6,87 Milliarden Euro zu. Unterm Strich steht aber immer noch ein Verlust von 152 Millionen Euro, der immerhin um vier Millionen reduziert wurde.

Porsche

Die Profitmaschine aus Zuffenhausen treibt erstmals das operative Ergebnis des VW-Konzerns an. Seit der Integration im August 2012 hat der Sportwagenbauer einen Profit von 1,46 Milliarden Euro erwirtschaftet. Der Umsatz beträgt nun 7,03 Milliarden Euro. Der Absatz von Porsche wurde auch 78.000 Fahrzeuge taxiert.

Bentley

Bald soll die Luxus-Autoschmiede einen Nobel-SUV an den Start bringen. Dieses Jahr legt der Absatz um 21 Prozent auf 11.000 verkaufte Fahrzeuge. Auch beim Umsatz steht bei 1,68 Milliarden Euro ein Plus von 15,5 Prozent. Der Gewinn der britischen Nobeltochter legt um satte 68 Prozent auf 168 Millionen Euro zu.

VW Nutzfahrzeuge

Die Nutzfahrzeugsparte des Konzerns schwächelt weiter. Der Absatz stagniert bei 436.000 verkauften Fahrzeuge. Der Umsatz schrumpft ebenfalls leicht auf 9,37 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis legt dagegen um 6,4 Prozent zu auf 448 Millionen Euro.

Scania

Die schweren Schweden verkaufen wieder mehr. Mit 80.000 verkauften Lkws stieg der Absatz um 19,4 Prozent, auch der Umsatz legt um 11,2 Prozent auf 10,36 Milliarden Euro zu. Mit 974 Millionen Euro ist das operative Ergebnis rund 4,7 Prozent besser als im Vorjahr.

MAN

Mit einem Beherrschungsvertrag sitzt VW längst auch bei den Münchenern am Steuer. Der Absatz des Lkw-Bauers legte im Gesamtjahr 2013 leicht auf 140.000 verkaufte Fahrzeuge zu. Der Umsatz sinkt dagegen leicht auf 15,86 Milliarden Euro. Beim operativen Ergebnis steht unterm Strich ein Gewinn von 319 Millionen Euro - ein Rückgang um satte 61 Prozent.

VW Finanzdienstleistungen

Mit einem Umsatzplus von 10,8 Prozent leistet die Finanztochter des VW-Konzerns mittlerweile einen ordentlichen Beitrag zum Konzernergebnis. Das operative Ergebnis legte im Jahr 2013 um 17,5Prozent auf 1,86 Milliarden Euro zu.

Die aufgelisteten 500 Top-Konzerne haben den Angaben zufolge 2013 erstmals nach drei Jahren eine Wachstumspause eingelegt, die Umsätze stagnierten insgesamt gesehen. 2012 betrug der Anstieg der Umsätze dem Bericht zufolge noch 6,3 Prozent.

Die Unternehmen steigerten jedoch die Beschäftigung um 1,9 Prozent. Damit gelang zum vierten Mal in Folge ein Anstieg. Volkswagen ist mittlerweile das deutsche Unternehmen, das mit 572.800 Menschen die meisten Mitarbeiter beschäftigt. In Deutschland waren es im vergangenen Jahr 260.449.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×