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06.10.2017

17:38 Uhr

Toyota

Neuer Auris soll in Großbritannien gebaut werden

Über die Folgen des Brexits für die britische Wirtschaft wird viel spekuliert. Zumindest Autobauer lassen sich von den möglichen Folgen nicht abschrecken: Toyota will wohl weiter in England bauen lassen.

Der japanische Autohersteller Toyota baut seine Fahrzeuge in England. Auch der neue Auris soll laut Insidern im englischen Burnaston produziert werden. Reuters, Sascha Rheker

Produktionsstandort England

Der japanische Autohersteller Toyota baut seine Fahrzeuge in England. Auch der neue Auris soll laut Insidern im englischen Burnaston produziert werden.

LondonTrotz Brexit will Toyota auch die nächste Generation seines Kompaktmodells Auris Insidern zufolge im englischen Burnaston vom Band rollen lassen. Das Management des japanischen Autobauers in Großbritannien gehe davon aus, dass auch die Neuauflage des Modells dort gebaut werde, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Toyota müsse die Weichen für einen Modellwechsel mit einigem Vorlauf stellen.

Die künftigen Handelsbeziehungen zwischen Großbritannien und der EU seien zwar noch unklar. Bei einem Ausscheiden Großbritanniens aus der EU werde es aber vermutlich eine Übergangszeit geben. Der Toyota-Vorstand wolle bis Ende des Jahres über den Standort entscheiden. Toyota äußerte sich nicht.

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Der aktuelle Auris wird noch bis 2021 in Burnaston produziert. Autobauer entscheiden in der Regel mehrere Jahre vor einem Modellwechsel über die künftige Produktion, damit sich Lieferanten darauf einstellen. Der japanische Konzern hatte im März Investitionen von umgerechnet fast 300 Millionen Euro angekündigt, um seine Fabrik in Zentralengland auszubauen. Durch einen Zuschlag für den nächsten Auris würde mehrere Tausend Arbeitsplätze in einem der größten Automobilwerke in Großbritannien gesichert.

Auch der deutsche Autobauer BMW hat sich für Großbritannien als Produktionsstandort entschieden. Die Münchner hatten bereits im Juli angekündigt, die für 2019 geplante elektrische Version des Kleinwagens Mini in Oxford zu fertigen. Zuvor war spekuliert worden, Oxford habe wegen des Brexit weniger Chancen als andere Werke.

Von

rtr

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