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04.08.2016

12:29 Uhr

Toyota

Warum der größte Rivale nicht von der VW-Krise profitiert

VonSonja Blaschke

Toyota und VW liefern sich stets ein Wettrennen um den Titel des größten Autobauers der Welt. Doch nicht nur die Deutschen haben Probleme. Den Japanern macht der starke Yen zu schaffen – doch es besteht Hoffnung.

Der Autobauer konnte zwar seinen Absatz steigern, macht aber trotzdem weniger Gewinn als im Vorjahr. dpa

Toyota

Der Autobauer konnte zwar seinen Absatz steigern, macht aber trotzdem weniger Gewinn als im Vorjahr.

TokioGegen Nervosität an den Märkten und Währungsschwankungen kann selbst der weltgrößte Autobauer Toyota nichts ausrichten. Der Branchenprimus meldet für das erste Quartal dieses Jahres 14,5 Prozent weniger Gewinn als im Vorjahr.

Das Unternehmen korrigiert daraufhin auch die Gewinn- und Umsatzerwartung für das laufende Geschäftsjahr, das im März 2017 endet, nach unten. „Trotz positiver Faktoren wie Bemühungen zur Kosteneinsparung sowie Marketingmaßnahmen sind die betrieblichen Erträge um 113,7 Milliarden Yen im Vergleich zum ersten Quartal des letzten Fiskaljahres gesunken, und zwar aufgrund des signifikanten Einflusses der Aufwertung des Yen“, sagt Tetsuya Otake, Managing Officer bei Toyota.

Die Japaner, die Volkswagen kürzlich um den Titel des größten Autoherstellers der Welt gebracht haben, verkauften insgesamt mehr als zwei Millionen Fahrzeuge – rund 60.000 mehr als im Vorjahr. Vor allem im Heimatmarkt Japan hat Toyota deutlich zugelegt.

Bestseller im achten Monat in Folge ist der Prius Plug-in Hybrid. Während die Geschäfte für die Japaner in Asien und Europa gut laufen, schwächeln sie auf dem US-Markt. Dort sank der Absatz auf 715.000 Autos – rund 13.500 weniger als im Vorjahr.

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Toyota verdiente im ersten Quartal seines laufenden Geschäftsjahres weniger und musste seine Prognosen leicht senken. Das Unternehmen rechnet jetzt mit einem Umsatzrückgang um acht Prozent auf 26 Billionen Yen (230 Milliarden Euro), wie es am Donnerstag in Tokio mitteilte.

Beim Überschuss geht der Konzern jetzt von einem Rückgang um 37 Prozent auf 1,45 Billionen Yen aus. Damit senkte er die Umsatz- und Gewinnerwartungen etwas. In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres fiel der Umsatz trotz eines gestiegenen Absatzes auf 6,6 Billionen Yen. Dabei machte sich der starke Yen bemerkbar, der die im Ausland erzielten Zuwächse mehr als aufzehrte. So fiel der Gewinn um rund 15 Prozent auf 552 Milliarden Yen.

Toyota hatte in den vergangenen Jahren vom Ziel der japanischen Notenbank, den Kurs des Yen zu drücken, profitiert. Dadurch stieg die Wettbewerbsfähigkeit des japanischen Konzerns. Mit dem Amtsantritt von Premierminister Shinzo Abe fiel der Kurs der Währung.

Als Parteichef der Liberaldemokraten gilt er als konzernnah, hat Wirtschaftsreformen versprochen und trotz Japans hoher Staatsverschuldung mehrere gigantische Konjunkturpakete geschnürt. Außerdem hatte Japans Zentralbank unter Haruhiko Kuroda den Markt mit billigem Geld geflutet.

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