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12.06.2012

09:52 Uhr

Transportprobleme

BMW erwartet Durststrecke in den USA

Die in den USA beliebten Modelle des Autobauers BMW kommen nicht schnell genug über den großen Teich. Amerika-Chef Willisch wartet auf das neue 3er Modell und die Allrad-Version. Sie sollen das lasche Geschäft beleben.

Das Logo der BMW AG auf einem Wagen vor dem Unternehmenssitz in München. dapd

Das Logo der BMW AG auf einem Wagen vor dem Unternehmenssitz in München.

HamburgDer deutsche Autobauer BMW erwartet im Sommer wegen Engpässen beim Transport eine Durststrecke in den USA. „Wir warten im Moment einfach darauf, dass die Schiffe kommen mit den richtigen Autos“, sagte der neue BMW-Amerika-Chef Ludwig Willisch der „Financial Times Deutschland“ (Dienstagausgabe). Demnach kommt das neue 3er-Modell zu langsam in den USA an, und die beim US-Kunden beliebte Allrad-Version werde erst im September kommen.

Damit droht dem Autobauer eine Flaute im Sommer. In guten Monaten gehe der 3er in den USA gut 9000 mal an den Kunden, im Moment liege die Auslieferung bei lediglich um die 3000 Stück. „Im ersten Quartal war die Euphorie am US-Markt noch deutlich größer als zuletzt“, sagte Willisch weiter. Für den Herbst erwartet er steigende Absatzzahlen, wenn zusätzlich zum neuen 3er auch neue Modelle von X1 und 6er verkauft werden sollen.

Kunden in den USA seien weniger markentreu als in anderen Ländern, der Preis sei für eine Kaufentscheidung wichtiger, sagte der Manager. Zudem sieht Willisch in Teilen der USA bereits Kaufzurückhaltung. „Dass ein Teil der jungen Leute automüde geworden ist, beobachten wir nicht nur in Deutschland“, sagte Willisch dem Blatt. Als Konsequenz will der Konzern auch in den USA ein Carsharing-Angebot einführen.

Von

dpa

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