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24.03.2006

13:46 Uhr

Trennung auch von Thames Water geplant

RWE will US-Wassergeschäft an die Börse bringen

Der Essener Energiekonzern RWE will sich von seiner US-Wasserversorgungstochter American Water durch einen Börsengang trennen.

HB DÜSSELDORF. RWE wolle seine Beteiligung an American Water in den USA am Markt platzieren, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Der Veräußerungsprozess werde voraussichtlich in Kürze eingeleitet und solle 2007 abgeschlossen sein. RWE hatte im November angekündigt, sich von American Water zu trennen und neben dem Börsengang auch einen Verkauf an Finanzinvestoren erwogen. RWE hatte American Water 2003 für 4,5 Milliarden Euro gekauft und im vergangenen Jahr 759 Millionen Euro auf den Unternehmenswert abgeschrieben.

Hürden vor dem Börsengang sind noch ein Zulassungsantrag bei der US-Börsenaufsicht SEC und ein Beschluss des Aufsichtsrats, wie RWE mitteilte.

RWE will sich auch von der britischen Thames Water trennen und sich wie der Konkurrent Eon auf das gewinnträchtigere Strom- und Gasgeschäft konzentrieren. Ein RWE-Sprecher sagte, im Fall von Thames Water bleibe es bei der Aussage von Konzernchef Harry Roels, wonach eine Entscheidung höchstwahrscheinlich im zweiten Quartal getroffen werde.

Bei Thames Water kommen für RWE weiter ein Börsengang oder ein Verkauf an Finanzinvestoren in Frage. Der Wert der beiden Töchter wird auf 16 Milliarden Euro geschätzt.

Sowohl bei American Water als auch bei Thames Water stehen in den kommenden Jahren hohe Investitionen in die Infrastruktur an. Gleichzeitig können die Wasserversorger wegen Auflagen der Regulierungsbehörden ihre Preise nur begrenzt erhöhen.

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