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25.07.2013

13:33 Uhr

Triebwerksbauer

Rolls-Royce will trotz Gewinnplus mehr sparen

Die Nachfrage nach sparsamen Flugzeugtriebwerken lässt den Vorsteuergewinn von Rolls-Royce deutlich anwachsen. Bei der Rendite ist US-Konkurrent General Electric den Briten aber noch ein ganzes Stück voraus.

Rolls-Royce Triebwerk in einem Hangar: Sparsame Modelle sind gefragt. ap

Rolls-Royce Triebwerk in einem Hangar: Sparsame Modelle sind gefragt.

LondonDer britische Triebwerksbauer Rolls-Royce will trotz einer kräftigen Gewinnsteigerung einen Sparkurs einschlagen. Es gebe noch einiges zu verbessern, sagte Konzernchef John Rishton am Donnerstag zur Vorlage der Halbjahresbilanz. „Während der Vorsteuergewinn um 34 Prozent geklettert ist, sind unsere Kosten stärker gestiegen als unsere Umsätze.“

Die Voraussetzungen für Kostensenkungen sind nicht schlecht, denn die Geschäfte laufen dank einer regen Nachfrage vor allem nach sparsamen Flugzeugmotoren rund. Der Vorsteuergewinn wuchs überraschend deutlich auf 840 Millionen Pfund. Den Umsatz steigerte der Branchenzweite hinter General Electric (GE) um 27 Prozent auf 7,3 Milliarden Pfund.

Die größten Fluggesellschaften der Welt

Platz 10

US Airways (USA) - 66 Millionen Passagiere

Durch die Fusion mit American Airlines steigt die Fluggesellschaft ab Herbst 2013 zur größten der Welt auf. Im vergangenen Jahr schaffte die Airline nur knapp den Sprung in die Top Ten.

Platz 9

China Eastern Airlines (China) - 73 Millionen Passagiere

Mitte 2011 wurde die chinesische Airline ins SkyTeam aufgenommen. Die 285 Flugzeuge steuern im wesentlichen Ziele im Inland an, aber auch Flughäfen in Nordamerika, Europa und Australien. Größter Anteilseigner der Fluggesellschaft ist die chinesische Regierung.

Platz 8

Air France-KLM (Frankreich) - 77 Millionen Passagiere

Die Franzosen leiden unter dem schwachen Geschäft in Europa. Billig-Airlines und Kerosinpreise verhageln das Geschäft. Darum wurde zuletzt sogar eine Kooperation mit dem aufstrebenden arabischen Konkurrenten Etihad eingegangen, um der Lufthansa ihren Spitzenplatz abzujagen.

Platz 7

Ryanair (Irland) - 79 Millionen Passagiere

Ryanair-Chef Michael O'Leary ist berühmt für seine ausgeflippten Auftritte. Durch seine Billigstrategie sind die Iren mittlerweile die größte Fluggesellschaft Europas. Zuletzt wollten die Iren erneut den heimischen Konkurrenten Aer Lingus übernehmen.

Platz 6

China Southern Airlines (China) - 87 Millionen Passagiere

Asiens größte Fluggesellschaft verfügt über eine Flotte von 360 Maschinen - darunter auch ein Airbus A380. Damit soll die Expansion noch lange nicht abgeschlossen sein, die Flotte soll in den kommenden Jahren um 121 Flugzeuge ausgebaut werden.

Platz 5

Lufthansa (Deutschland) - 103 Millionen Passagiere

Die größte deutsche Fluggesellschaft macht rund 75 Prozent ihrer Umsätze im Passagiergeschäft. Besonders das Geschäft in Europa sorgte zuletzt aber für Millionenverluste. Viele europäische Strecken wurden darum auf die Billigtochter Germanwings umgestellt.

Platz 4

American Airlines (USA) - 108 Millionen Passagiere

Ende 2011 musste die Fluggesellschaft noch Insolvenz anmelden - bald könnte sie durch die Fusion mit US Airways zur größten der Welt aufsteigen.

Platz 3

Southwest Airlines (USA) - 109 Millionen Passagiere

Die bunten Texaner sind die größte Inlandsfluggesellschaft der Welt. Nachdem die Passagierzahl in der Finanzkrise zuletzt heftig gesunken war, erreichte sie 2012 wieder ein Rekordniveau weit über der 100-Millionen-Marke.

Platz 2

United Continental (USA) - 140 Millionen Passagiere

Die Airline aus Chicago verpasst den Spitzenplatz nur knapp. Als Mitglied der Star Alliance ist United auch ein wichtiger Partner der Lufthansa.

Platz 1

Delta Airlines (USA) - 165 Millionen Passagiere

Die Amerikaner sind noch die größte Fluggesellschaft der Welt - müssen ihren Titel aber bald abgeben. Durch die Fusion von American Airlines und US Airways dürfte Delta als größte Fluggesellschaft abgelöst werden. 752 Flugzeuge gehören zur Flotte, weitere 125 sind bestellt.

Der US-Rivale hat unter anderem Mitarbeiter entlassen, um seine Kosten deutlich zu senken, was Vorteile bei der Rendite brachte. GE hat einem Insider zufolge im zivilen Luftfahrtgeschäft eine Marge von etwa 18 Prozent, Rolls-Royce von gerade mal zwölf Prozent. Da sei noch Luft nach oben, etwa durch Einsparungen beim Inventar oder beim Personal.

Von

rtr

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