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20.02.2012

14:33 Uhr

Trotz Absatzsteigerung

Carlsberg macht weniger Gewinn

Der Brauereikonzern Carlsberg hat seinen Bierabsatz gesteigert. Trotzdem sank der Gewinn des Unternehmens um knapp vier Prozent auf 693 Millionen Euro. Ursache seien höhere Rohstoff- und Logistikkosten.

Der Carlsberg-Konzern hat mehr verkauft - aber nichts gewonnen. ap

Der Carlsberg-Konzern hat mehr verkauft - aber nichts gewonnen.

KopenhagenDer weltweit viertgrößte Brauereikonzern Carlsberg hat im vergangenen Jahr bei einem steigenden Bierabsatz weniger verdient. Der Gewinn sank um knapp vier Prozent auf 5,15 Milliarden Kronen (693 Millionen Euro). Als Gründe nannte der dänische Konzern am Montag in Kopenhagen höhere Rohstoff- und Logistikkosten sowie gestiegene Vertriebs- und Marketinginvestitionen, insbesondere in Osteuropa und Asien.

Im vierten Quartal 2011 profitierte Carlsberg deutlich von Kostensenkungen. Der Betriebsgewinn vor Sonderposten stieg im Rahmen der Analystenerwartungen um 60 Prozent auf umgerechnet 245 Millionen Euro (1,83 Milliarden dänische Kronen).

Die größten Bierbrauer weltweit

Platz 10

BGI / Groupe Castel (Frankreich)

Das französische Traditionsunternehmen BGI / Groupe Castel verkauft nicht nur Bier, sondern auch Wein und Soft Drinks. Insbesondere in Afrika sind die Franzosen mit ihren Marken Castel und Flag gut aufgestellt.

Ausstoß (Mio. hl): 29,8

*Quelle: Barth-Haas Group/Statista, alle Zahlen für 2015

Platz 9

Kirin (Japan)

Die Japaner haben durchaus Sinn für ausgefallene Bierkreationen, entwarfen vor wenigen Jahren ein Frozen Beer. Obwohl die Brauerei, die zum Industriekonglomerat Mitsubishi gehört, ihre Vormachtstellung auf dem Heimatmarkt vor zehn Jahren an Asahi abtreten musste, ist sie global führend.

Ausstoß (Mio. hl): 43,1

Platz 8

Beijing Yanjing Beer Company (China)

Yanjing ist der Durchstarter in Asien. In rasantem Tempo hat sich das Kleinunternehmen zu einem mächtigen Konzern im asiatischen Raum entwickelt. Die Gründung der Brauerei liegt nur gut 30 Jahre zurück.

Ausstoß (Mio. hl): 48,3

Platz 7

Molson-Coors (USA/Kanada)

Die Erfinder des Dosenbiers sind auch international längst eine Größe. 2012 übernahm das Unternehmen die tschechische Brauereigruppe StarBev, zu der auch Staropramen gehört. Dadurch gehören die Amerikaner vor allem in Osteuropa zu den führenden Brauern.

Ausstoß (Mio. hl): 58,1

Platz 6

Tsingtao Brewery (China)

Die Chinesen haben ihren Einfluss in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut. Als einer der Hauptsponsoren der olympischen Spiele von 2008 in Peking hat sich Tsingtao fest etabliert. Bereits seit 1972 vertreibt die Firma ihre Produkte auch in den USA.

Ausstoß (Mio. hl): 70,5

Platz 5

China Resource Brewery (China)

Dieses Unternehmen setzt auf Kompetenz aus Europa: Das Joint Venture aus dem chinesischen Unternehmen CR Enterprise und SAB-Miller aus Großbritannien produziert die Marke „Snowbeer“ für den chinesischen Markt. Und das durchaus erfolgreich. Wächst die Marke weiter wie bisher, dürfte bald im Ranking aufsteigen.

Ausstoß (Mio. hl): 117,4

Platz 4

Carlsberg (Dänemark)

Die Dänen haben sich längst von einer regionalen Marke zum Global Player entwickelt. Zu Carlsberg gehören auch die deutsche Kultmarke Astra sowie Lübzer und Holsten.

Ausstoß (Mio. hl): 120,3

Platz 3

Heineken (Niederlande)

Die Welt trinkt Heineken, möchte man meinen. Die Marke hat sich international längst etabliert. Heineken ist auch an den deutschen Marken Kulmbacher und Paulaner beteiligt.

Ausstoß (Mio. hl): 188,3

Platz 2

SAB Miller (Vereinigtes Königreich)

Die britische Brauerei ist berühmt-berüchtigt für das „Miller“. Die ur-amerikanische Marke gehört seit 2002 zum SAB-Miller-Konzern und hat sich die australische Traditionssorte Foster's einverleibt.

Ausstoß (Mio. hl): 191,3

Platz 1

Anheuser-Busch Inbev NV/ SA (Belgien)

Der amerikanisch-belgisch-brasilianische Brauriese kann seinen Marktenteil sogar weiter steigern. Mittlerweile stammt jedes fünfte Bier, das weltweit verkauft wird, aus dem Konzern. Die bekannteste deutsche Marke im Portfolio ist Beck's.

Ausstoß (Mio. Hektoliter): 409,9

Der weltweite Bierabsatz der Gruppe stieg vor allem wegen Zuwächsen in Asien um vier Prozent auf 118,7 Millionen Hektoliter. Beim Umsatz legte der Konzern um sechs Prozent auf 63,6 Milliarden Kronen zu. In Deutschland ist der Konzern mit den Kernmarken Carlsberg, Holsten, Astra, Lübzer und Duckstein vertreten. Zahlen zur Entwicklung in Deutschland will das Unternehmen im März veröffentlichen. Der deutsche Biermarkt schrumpft seit Jahren. Zudem ist die Branche von hohen Überkapazitäten geprägt und leidet deshalb unter Preiskämpfen.

Carlsberg-Chef Jorgen Buhl Rasmussen sagte, 2011 sei ein „herausforderndes Jahr“ gewesen. Auf dem wichtigen russischen Markt verlor der Konzern Marktanteile. 2012 wolle Carlsberg investieren, um seine Marktanteile auszubauen. In Nord- und Westeuropa erwarte der Konzern ein schwieriges Marktumfeld, während in Asien weiterhin mit Zuwächsen gerechnet wird.

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