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11.06.2011

16:25 Uhr

Trotz Auslandsboom

Porsche will nur in Deutschland produzieren

Der Sportwagenbauer Porsche will trotz des Absatzbooms in China und den USA weiterhin nur in Deutschland produzieren. „Porsche ist deswegen so authentisch, weil es als deutsches Unternehmen gesehen wird“, sagte Vorstandschef Michael Müller.

Eine Mitarbeiterin poliert im Porschezentrum in Mainz ein Emblem. Quelle: dapd

Eine Mitarbeiterin poliert im Porschezentrum in Mainz ein Emblem.

Frankfurt„Wenn nichts Unvorhergesehenes passiert, beispielsweise protektionistische Maßnahmen in einem Land drohen, bleibt Porsche „Made in Germany'“, sagte Müller der in Chemnitz erscheinenden „Freien Presse“ (Samstagausgabe). Im Februar war Müller in einem Magazinbericht mit den Worten zitiert worden, Porsche denke über eine Produktion auch in China oder den USA nach. Der mit Europas größtem Autokonzern Volkswagen verbundene Stuttgarter Sportwagenhersteller, der auch in Leipzig ein Werk betreibt, baut bereits in Atlanta ein neues US-Hauptquartier. Zuletzt ging jeder vierte Porsche an einen Kunden in Nordamerika, jedes sechste Fahrzeug wurde nach China geliefert. In den ersten vier Monaten 2011 hatte Porsche seine Verkäufe weltweit um fast ein Drittel auf mehr als 38.000 Fahrzeuge gesteigert.

Müller betonte in dem Zeitungsinterview, Absatzzahlen stünden für Porsche jedoch nicht im Vordergrund. „Für uns ist die Rendite das entscheidende Kriterium. Die liegt bei 15 Prozent, und diese Grenze wollen wir nicht unterschreiten. Qualitatives Wachstum ist unser Ziel.“ Porsche ist einer der rentabelsten Autobauer der Welt. Im ersten Quartal belief sich operative Marge der Porsche AG auf knapp 22 Prozent.

Von

rtr

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