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21.08.2012

17:28 Uhr

Trotz Energiewende

Energieversorger sind guter Dinge

Unternehmen aus dem Energiesektor sehen trotz Krise und Energiewende gute Geschäfte im Anmarsch. Das ergab eine aktuelle Umfrage. Doch die Stimmung bei den großen Konzernen ist deutlich schlechter.

Eine Windenergieanlage vor zwei Schloten eines Steinkohlekraftwerks. dapd

Eine Windenergieanlage vor zwei Schloten eines Steinkohlekraftwerks.

HamburgTrotz der viel diskutierten Probleme der Energiewende sprüht der Energiesektor einer Umfrage zufolge vor Optimismus. Die Führungsebene der Unternehmen der Branche erwarteten eine überdurchschnittlich gute Entwicklung ihrer Geschäfte, wie der am Dienstag veröffentlichte "Branchenkompass 2012 Energieversorger" der Managementberatung Steria Mummert ergab. Die Firmen sehen demnach weder die Herausforderungen der Energiewende noch die Schuldenkrise in Europa als Gefahr für ihr Geschäft.

Innerhalb der Energiebranche gibt es demnach allerdings auch deutliche Unterschiede. Die positiven Antworten hätten vor allem Führungskräfte der kleineren Versorger geliefert, insbesondere der zahlreichen Stadtwerke. Diese sind von der Umstellung der Energieversorgung weniger stark betroffen und müssen in den kommenden Jahren weniger Geld investieren als die Großkonzerne.

Die großen Konzerne hingegen mussten bereits zahlreiche Atomkraftwerke stilllegen und damit hohe Einnahme-Ausfälle hinnehmen. Bis 2022 müssen sie auch die letzten Akw abschalten. Entsprechend sei die Stimmung der Entscheider in den Konzernen deutlich schlechter als bei ihren kleineren Wettbewerbern, erklärte Steria Mummert. Die Beratungsgesellschaft befragte für ihren Branchenkompass nach eigenen Angaben im April und Mai Entscheider von 100 Energieversorgern.

Von

afp

Kommentare (1)

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vandale

21.08.2012, 19:26 Uhr

Kommunikativ waren die Oekologen recht erfolgreich das Desaster der dysfunktionalen "Energiewende" den grossen Versorgern in die Schuhe zu schieben. Die extremen Strompreise, weitestgehend Kosten "Erneuerbarer Energien" und staatlicher Steuern werden aufgrund der erfolgreichen Propaganda als Profitgier der Konzerne wargenommen (gehören weitgehend dem Staat).

Da eine auf (öko)religiösen Kriterien basierende Energieversorgung nun mal extrem suboptimal ist, werden die Schwierigkeiten zunehmen.

Es erscheint sehr wahrscheinlich das man diese Schäden und Fehler auf die Versorger abschieben wird, was für Politiker popularitätsfördernd ist. Aehnlich der willkürlichen Schliessung einiger Kernkraftwerke müssen die Politiker hierbei keine Rücksicht auf Verträge und Gesetze nehmen.

Es erscheint sehr wahrscheinlich dass die Versorger irgendwann zerschlagen, oder geschlachtet werden. Ob die grösseren Stadtwerke dem entgehen können muss sich zeigen.

Somit wäre es für die Versorger am besten die freien Mittel weitestgehend an die Aktionäre auszuschütten.

Vandale

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