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30.04.2014

12:14 Uhr

Trotz Fachkräftemangel

ZF Friedrichshafen rechnet mit Umsatzplus

Steigende Gewinnzahlen und ein deutliches Umsatzplus - doch der Fachkräftemangel bremst den Autozulieferer ZF Friedrichshafen aus. Gut 800 Stellen konnten 2013 nicht besetzt werden. Der Umsatz soll verdoppelt werden.

Mit dem Wachstum geht auch die Schaffung neuer Stellen einher: Für das kommende Jahr rechnet ZF mit mehr als 2000 neuen Mitarbeitern dpa

Mit dem Wachstum geht auch die Schaffung neuer Stellen einher: Für das kommende Jahr rechnet ZF mit mehr als 2000 neuen Mitarbeitern

StuttgartDer Autozulieferer ZF Friedrichshafen hat mit dem Fachkräftemangel zu kämpfen. Zwar hat der Technologiekonzern vom Bodensee im vergangenen Jahr rund 4200 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen, wie Vorstandschef Stefan Sommer am Mittwoch in Stuttgart mitteilte. Dennoch seien das etwa 800 weniger als ursprünglich geplant. „Sicherlich ist ein Großteil dieser Differenz darauf zurückzuführen, dass wir viele Mitarbeiter nicht an Bord nehmen konnten“, so der Firmenchef.

An seinem Plan, im laufenden Jahr, noch einmal 2000 neue Stellen zu besetzen, hält der Antriebsspezialist dennoch fest. „Der Arbeitnehmeraufbau wird in diesem Jahr nur zu einem Viertel in Deutschland stattfinden“, sagte Sommer. „Das entspricht dem Wachstum der Märkte.“ Zum Jahresende beschäftigte das Unternehmen 72 643 Mitarbeiter.

Das Personal wird benötigt. Die Firma rechnet 2014 mit einem deutlichen Umsatzplus. Das voraussichtliche Wachstum bewege sich „im hohen einstelligen Prozentbereich“, sagte Sommer. 2013 hatte ZF seine Ziele nur haarscharf verfehlt: Der Umsatz stieg um acht Prozent auf 16,8 Milliarden Euro - geplant waren im Dezember noch zehn Prozent Plus auf 17 Milliarden Euro. „Diese Differenzen sind maßgeblich auf Währungseffekte zurückzuführen“, so Sommer.

Dabei verzeichnete der Automobilzulieferer dank einer strengen Kostendisziplin einen Gewinnsprung: Das Ergebnis nach Steuern stieg um 40 Prozent auf 462 Millionen Euro. Einen besonderen Impuls beim Umsatz habe vor allem die Region Asien-Pazifik mit einem Zuwachs von 15 Prozent gegeben, so Sommer. Dort hat ZF 2013 neue Werke in China und Malaysia eröffnet. Das erst im Juli eröffnete Getriebewerk in South Carolina werde aufgrund der hohen Nachfrage bereits erweitert.

Vor allem der Zuwachs in Asien und Nordamerika werde sich in der langfristigen Strategie des Konzerns bemerkbar machen, betonte Sommer. Insgesamt solle der Konzernumsatz bis 2025 bei 40 Milliarden Euro liegen. Kopfzerbrechen bereitet dem Unternehmen hingegen die Situation in Russland. „Wir betrachten die Auseinandersetzungen dort mit Sorge“, sagte Sommer. „Deswegen hoffen wir, dass es eine relative schnelle und friedliche Lösung in dem Konflikt gibt.“

Von

dpa

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